Regenmetropolen in Deutschland

In welcher deutschen Stadt regnet es eigentlich am meisten und wie trocken war es im vergangenen Jahr wirklich? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir die Niederschlagswerte im Verlauf des Jahres 2019 miteinander verglichen. Mit im Rennen waren alle großen Städte mit 100.000 oder mehr Einwohnern. Hier sind die Ergebnisse:

Wo gab es den meisten Regen?

Spitzenreiter war im Jahr 2019 eindeutig München mit der höchsten Niederschlagsmenge insgesamt. Auch bei der Menge des Niederschlags innerhalb eines Tages liegt die bayerische Hauptstadt vorne. Als kleine Entschädigung ist München aber auch die Sonnenstadt unter den Regenmetropolen und kann die meisten Sonnenstunden vorweisen.

Grund dafür ist die geografische Lage Münchens: Oberbayern zählt zu den gewitterreichsten Regionen in ganz Deutschland, gleichzeitig ist es durch den Einfluss des Kontinentalklimas vergleichsweise warm und sonnig.

In diesen Städten* hat es 2019 am meisten geregnet
  1. München: 965 l/qm
  2. Saarbrücken: 919 l/qm
  3. Essen: 906 l/qm
  4. Aachen: 899 l/qm
  5. Freiburg: 892 l/qm
  6. Bielefeld: 848 l/qm
  7. Bremerhaven: 755 l/qm
  8. Hamburg: 753 l/qm
  9. Kiel: 745 l/qm
  10. Darmstadt: 738 l/qm
Wann waren die stärksten Regentage?
  1. München: 71 l/qm am 20. Mai 2019
  2. Hamburg: 39 l/qm am 27. August 2019
  3. Essen: 38 l/qm am 29. September 2019
  4. Freiburg: 38 l/qm am 27. Juli 2019
  5. Bremerhaven: 32 l/qm am 29. September 2019
  6. Aachen: 31 l/qm am 18. November 2019
  7. Kiel: 30 l/qm am 21. Mai 2019
  8. Bielefeld: 26 l/qm am 29. September 2019
  9. Darmstadt: 24 l/qm am 8. Oktober 2019
  10. Saarbrücken: 24 l/qm am 7. September 2019
So viele Sonnenstunden gab es 2019 in den Regenmetropolen*:
  1. München: 2.017 Stunden
  2. Saarbrücken: 2.000 Stunden
  3. Freiburg: 1.938 Stunden
  4. Aachen: 1.765 Stunden
  5. Bielefeld: 1.761 Stunden
  6. Essen: 1.754 Stunden
  7. Hamburg: 1.703 Stunden
  8. Bremerhaven: 1.639 Stunden
Für Kiel und Darmstadt sind leider keine Daten zur Jahressumme der Sonnenstunden 2019 verfügbar.

Und wo hat es am wenigsten geregnet?

Mitten in Deutschland, in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt, regnet es am wenigsten. Im Jahr 2019 waren es ganze 351 l/qm. Auch die 1.830 Sonnenstunden können sich sehen lassen. Das trockene Klima entsteht durch seine Lage im Thüringer Becken und die umliegenden Mittelgebirge Harz und Thüringer Wald.

Erfurt Krämerbrücke
© Michael Krämer/Pixabay

Was zählt als Niederschlag?

Neben Regen werden auch Schnee, Graupel, Hagel oder sogar Nebel als Niederschlag gemessen. Für gefrorene Niederschläge gilt die Höhe in geschmolzenem Zustand. Ein Zentimeter Schnee entspricht in etwa einem Millimeter Regen, je nach Beschaffenheit des Schnees.

Wie wird Niederschlag gemessen?

Die Niederschlagsmenge wird in Millimeter pro Quadratmeter gemessen. Sie gibt also an, wie hoch die Wassersäule im angegebenen Zeitraum auf dieser Fläche steht. Gleichzeitig gibt die Zahl an, wie viele Liter Wasser gefallen sind, da ein Millimeter Wasser auf einem Quadratmeter Fläche genau einen Liter ergibt.
An den Wetterstationen stehen automatische Niederschlagsmesser, auch Ombrometer genannt. Diese haben eine trichterförmige Auffangfläche, die den Niederschlag sammelt und in einen Messbehälter leitet.

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