Die fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands – Wie ist Radfahren in deiner Stadt?

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) führt alle zwei Jahre den “Fahrradklimatest” durch. Im letzten Fahrradklimatest (2020) wurden 1.024 Städte schriftlich oder per Online-Fragebogen bewertet. In diesem Test wird evaluiert, welche Kommunen am fahrradfreundlichsten sind. In welcher Stadt ist Fahrradfahren ein Stressfaktor? Wo werden Radfahrende als Verkehrsteilnehmende toleriert? Was muss verbessert werden? Die Ergebnisse des letzten Fahrradklimatests erfährst du hier. Die Städte wurden je nach Stadtgröße in Kategorien eingeteilt. Wir präsentieren dir hier pro Kategorie die Top 3 fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden.

Fakten zum Test

  • 229.696 freiwillige Teilnehmende
  • 225.060 Online-Fragenbogen und 4.636 schriftliche Umfragen
  • 1 Online-Fragenbogen mit 27 Kriterien
  • 1.024 Städte wurden bewertet
  • ADFC-Fahrradklimatest findet alle 2 Jahre statt
  • In größeren Städten ist die Gesamtbewertung immer viel niedriger als in kleinen Städten

Kategorie: Städte und Gemeinden mit maximal 20.000 Einwohner:innen

Die kleine Stadt Rutesheim liegt in Baden-Württemberg, gehört zum Landkreis Böblingen und zu den Top Fahrrad-Städten mit einer Einwohnerzahl von maximal 20.000 Einwohner:innen. Die Einwohner:innen (insgesamt 10.196 ) sind mit dem Rad-Klima der Gemeinde mehr als zufrieden. Vor allen Dingen die Infrastruktur und das Radverkehrsnetz haben bei den Kriterien sehr gut abgeschnitten. Außerdem finden die Befragten es sehr gut, dass man in Rutesheim zügig von A nach B kommt. Doch das kann man im umliegenden Böblingen so oder so gut: Die restlichen Fahrradwege um Rutesheim herum laden zu kleinen und größeren Radtouren ein. Die Wegbeschreibungen sind 1A und selbst wenn du nicht aus Rutesheim kommst, kannst du dein Fahrrad im dem öffentlichen Nahverkehr mitnehmen und Rutesheim und Umgebung auf dem Sattel kennenlernen.

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Auch in Reken sind die Bewohner:innen sehr zufrieden mit dem Fahrradklima. Die Stadt mit 14.815 Einwohner:innen im Münsterland, Kreis Borken, schnitt vor allen Dingen in der Wegweisung für Radfahrende gut ab. Aber auch hier freuen sich die Radfahrenden über das stressfreie, zügige Fahrradfahren und die Erreichbarkeit des Stadtzentrums. Mit dem Rad hat man kaum Probleme, sich fortzubewegen. Doch nicht nur das: Radfahrende fühlen sich in Reken besonders sicher beim Fahren und es kommt selten zu Konflikten mit den Fußgänger:innen. So macht Fahrradfahren Spaß!

  • Zur Info: Reken war auch schon in den Jahren zuvor (2014, 2016 und 2018) unter den Siegern des bundesweiten ADFC-Fahrradklimatests.
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Wettringen ist von Platz 2 auf Platz 1 der fahrradfreundlichsten Gemeinden bis 20.000 Einwohner:innen aufgestiegen. Einen sehr guten Wert erhielt die Gemeinde in der Kategorie “Spaß oder Stress”. Die Radfahrenden in Wettringen verbinden das Fahrradfahren viel mehr mit Spaß als mit Stress. Ebenso mögen es die Bewohner:innen, dass man zügig durch die Stadt fahren kann und schnell den Stadtkern erreicht. Der beschauliche Ort (8.102 Einwohner:innen) liegt in der Nähe von Münster, direkt an der niederländischen Grenze. Somit kann man auch schnell rüber ins Nachbarland radeln. Außerdem gehört Wettringen zu den familienfreundlichsten Fahrradstädten. Gerade Familien und Kinder fühlen sich in Wettringen sicher, wenn sie sich auf den Fahrradsattel schwingen. Somit erhielt das Kriterium “Sicherheit” auch eine hohe Punktzahl. Weiter so!

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Kategorie: Städte mit 20.000 bis 50.000 Einwohner:innen

Die Kreisstadt des Landkreises Ammerland im Nordwesten Niedersachsens ist bei Radfahrenden sehr beliebt. Gerade mit den geöffneten Einbahnstraßen in Gegenrichtung sind die Befragten zufrieden: Die Radfahrer:innen können sich in der Stadt somit problemlos von A nach B bewegen und erreichen vor allen Dingen den Stadtkern von Westerstede sehr gut mit dem Fahrrad.
In einigen Punkten gibt es aber definitiv noch Verbesserungspotential: beispielsweise bei der Mitnahme des Fahrrads im Öffentlichen Personennahverkehr. Hiermit sind die Befragten noch nicht zufrieden. Wer selbst kein Rad besitzt, kann natürlich auch beim Fahrradverleih vorbeischauen und sich dort für einen Zeitraum ein Rad ausleihen.

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Die Stadt mit ihren 24.241 Einwohner:innen liegt im Rhein-Sieg-Kreis im Süden Nordrhein-Westfalens. Doch nicht nur gut wandern kann man hier, nein – auch das Radfahren funktioniert hier bestens! Es gibt viele verschiedene Radwege, auf denen sich die Radfahrenden sehr wohlfühlen. Man kommt schnell in die Stadt und kann sich vor allen Dingen viele Fahrräder ausleihen. Somit kannst du als Besucher das Auto weiter außerhalb stehen lassen und die Stadt mit dem Rad erkunden. Die Werbung, die die Stadt für das Fahrradfahren macht, lohnt sich also, denn jedes Jahr fahren mehr Bürger mit dem Fahrrad zur Arbeit. Die Meckenheimer sind stolz darauf, so eine fahrradfreundliche Stadt zu haben und wollen das auch stetig verbessern.

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Die nordhessische Stadt Baunatal (Landkreis Kassel) hat es dieses Jahr in der Kategorie “Städte mit 20.000 bis 50.000 Einwohner:innen” wieder auf Platz 1 geschafft. Glückwunsch! Insgesamt 311 Kommunen haben übrigens in dieser Kategorie teilgenommen. Grund für den ersten Platz ist vor allem der Spaßfaktor. Wegen der guten Wegweisung der Stadt macht es den Einwohner:innen viel Freude, Fahrrad zu fahren. Die Mobilität durch das Fahrrad empfinden viele als praktisch. Da die Radwege gut ausgeschildert sind, ist auch die Erreichbarkeit zum Stadtzentrum gut bewertet worden. Was noch dazu kommt: In Hessen wurde die Stadt Baunatal außerdem noch zur fahrradfreundlichsten Stadt Hessens gewählt (laut ADFC).
Die Radfahrenden fühlen sich sicher und hoffen, dass sie weiterhin Spitzenreiter bleiben. Schon im Fahrradklimatest 2016 und 2018 hat die Stadt den ersten Platz in dieser Kategorie geholt. Mit diesem Ergebnis können die Projektleiter weiterhin daran arbeiten, das Fahrrad-Verkehrs-Netz noch besser auszubauen.

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Kategorie: Städte mit 50.000 bis 100.000 Einwohner:innen

Die Stadt am Bodensee gehört in der Kategorie “Städte mit einer Einwohnerzahl von 50.000 bis 100.000” zu den fahrradfreundlichsten Städten Deutschlands. Im Vergleich zum Test von 2018 hat sich das Fahrradklima um einiges verbessert, aber bleibt auf Platz 3 wie in 2016 und 2018. Top bewertet wurde der Zugang zu Leihrädern in der Stadt. Daran können sich andere Städte noch ein Beispiel nehmen. Insgesamt fahren Jung und Alt gerne mit dem Fahrrad durch Konstanz. Man kommt gut in die City und fühlt sich beim Radfahren wohl. Daran muss Konstanz sich weiter halten, denn gerade für Touristen ist die Stadt natürlich ein beliebtes Ziel. Von Konstanz aus eine Radtour zum Bodensee zu machen, ist bestimmt bei vielen Besuchern ein Gedanke.
Die Stadt freut sich über diesen Platz, möchte sich aber natürlich zukünftig auch noch in den Bereichen Sicherheit und Fahrraddiebstahl verbessern. In diesen Kategorien schnitt Konstanz leider nicht so gut ab.
Wie wäre es mit einer Radtour durch Konstanz? Informiere dich hier über den Fahrradverleih.

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In Münsterland kann man einfach gut Fahrradfahren. Bocholt ist einer der vielen Beweise dafür! Deshalb verdient die Stadt auch Platz 2 in der Kategorie “Städte mit 50.000 bis 100.000 Einwohner:innen”. Weshalb schnitt Bocholt so gut ab? Neben der sehr guten Erreichbarkeit des Stadtzentrums wurden noch andere Kategorien mit Gut oder besser bewertet: Die Bewohner:innen haben Spaß daran, durch Bocholt zu radeln.
Es gibt viele Radwege, die super miteinander verknüpft sind. Dadurch kommen die Bewohner:innen und Besuchenden dank der guten Infrastruktur von A nach B. Am besten bewertet wurde hier die Kategorie “Radfahren für Jung und Alt”. Das bedeutet wohl, dass die Stadt im Westmünsterland sicher genug für Radfahrende egal welchen Alters ist. Als zweitgrößte Stadt an der deutsch-niederländischen Grenze ist die Stadt fürs Fahrradfahren berühmt geworden: Und genau aus diesem Grund macht die Stadt auch viel Werbung fürs Radfahren – ebenfalls ein Kriterium, was als gut bewertet wurde. Bocholt, weiter so!

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Die Kreisstadt Nordhorn liegt mit ihren 53.403 Einwohner:innen an der niedersächsischen Grenze zu den Niederlanden. Die Befragten des Klimatests sind sich einig: In Nordhorn fahren wir gerne mit dem Fahrrad. Das Radfahren bringt eher Spaß als Stress. Sowohl junge Radler als auch die Älteren mögen es, sich in der Stadt und drumherum mit dem Fahrrad fortzubewegen. Das Fahrradklima im Allgemeinen wurde somit als gut bewertet. Und diese Freude am Fahrradfahren sieht man auch an den Noten in der Bewertung. In Nordhorn kommt man zügig von A nach B, der Verkehr ist dort gut geregelt. Und wer mal eine längere Fahrradtour machen möchte, kommt sicherlich auch gut über die verschiedensten Fahrradwege bis in die Niederlande.
Die Stadt hat viel dafür getan, um die Stadt Bocholt zu überholen, die 2018 auf Platz 1 war. Die Fahrradwege wurden ausgebaut – und man ist noch lange nicht am Ende. Wir werden sehen, wie sich die Stadt in Bezug auf die Fahrradfreundlichkeit weiterentwickelt.

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Kategorie: Städte mit 100.000 bis 200.000 Einwohner:innen

Stadt am Neckar im Südwesten Deutschlands hat 160.355 Einwohner:innen, die stolz auf ihre Stadt sind, denn Heidelberg kann sich eindeutig als Fahrradstadt beweisen. Die Ergebnisse der Umfragen sagen uns warum die Stadt den dritten Platz hat: Gute Infrastruktur des Radverkehrsnetzes, und alte und junge Menschen sind in der Stadt mit dem Rad unterwegs. Die Stadt legt auch viel Wert darauf, dass die Einbahnstraßen für die Radfahrenden zugänglich sind, so dass diese einwandfrei das Stadtzentrum erreichen. Kritisch bleibt der Fahrraddiebstahl, der in dem letzten zwei jahren leicht gestiegen ist.

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Ca. 28% aller Wege werden in Erlangen mit dem Rad zurückgelegt. Die fränkische Großstadt in Bayern schafft es erneut auf Platz 2 in der Kategorie “Städte mit 100.000 bis 200.000 Einwohner:innen”. Auch hier ist das Stadtzentrum super gut zu erreichen – sowohl für junge, als auch für ältere Radfahrende sind die Radwege gut befahrbar. Grund dafür ist vor allen Dingen die flache Topographie. Wenig steile Abschnitte machen das Radfahren in Erlangen angenehmer als in anderen bayerischen Städten. Und was noch dazu kommt: Gerade in der Kategorie “Infrastruktur Radverkehrsnetz” hat die Stadt eine gute Note bekommen.
Im Gegensatz zu anderen Städten wurde in Erlangen schon früh mit dem Radwegebau begonnen. Das Radfahren wir durch die stetigen Optimierungen weiterhin gefördert und immer mehr Bewohner:innen nutzen das Rad für Erledigungen. Wenn auch der Fahrraddiebstahl diese letzten zwei Jahre noch sehr hoch ist, verdient die Stadt definitiv ihren Platz. Zu verbessern ist auch die Fahrradmitnahme im öffentlichen Verkehr.

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Die Universitätsstadt ist für die Befragten eine der fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands – und das zurecht: Die Stadt in Südniedersachsen macht das Radfahren zu einem spaßigen und komfortablen Erlebnis. Das sagen zumindest die Befragten, denn laut ihnen hat man in Göttingen viel Spaß beim Radfahren. Das mag an vielen verschiedenen Kriterien liegen, in denen die Stadt gute Bewertungen erhielt: Es gibt kaum Konflikte mit zu Fuß Gehenden, wegen der geöffneten Einbahnstraßen für Radfahrende und dem allgemein positivem Fahrrad- und Verkehrsklima kommt man zügig an sein Ziel. Im Vergleich zu 2016 und 2018 haben sich die Ergebnisse verbessert.
Göttingen arbeitet wieterhin an einem Mobilitäts- und Klimaschutzkonzept – der Ausbau des Radverkehrs ist ein Teil davon. Somit wird noch einiges in Göttingen passieren, die Stadt wird die Infrastruktur sicherlich noch optimieren. Ein Problem, wie in anderen Großstädten, ist der hohe Fahrraddiebstahl, der dieses Mal gestiegen ist.

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Kategorie: Städte mit 200.000 bis 500.000 Einwohner:innen

Freiburg und das Fahrrad, das ist unzertrennbare Liebe und zwar auf ewig. Kein Wunder also, dass Freiburg auf Platz 3 beim ADFC-Fahrradklima-Test der Großstädte landet. In der Universitätsstadt im Schwarzwald fahren wirklich alle Rad. Die Radwege sind dementsprechend sauber, das Fahrrad- und Verkehrsklima im Allgemeinen wird hier als besonders positiv wahrgenommen, ebenso die Werbung und Unterstützung, die von der Stadt für das umweltfreundliche Verkehrsmittel Rad betrieben wird.
Warum aber gelangt die Rad-Metropole nicht auf Platz eins des Siegertreppchens? Die Antwort ist einfach: Die Freiburger lieben das Fahrrad so sehr, dass sie es sich ständig gegenseitig klauen. Wie 2018 ist Fahrraddiebstahl noch ein Problem, denn die Zahl ist leider in den letzten Jahren gestiegen. Ebenso geht der Transport von Fahrrädern in den öffentlichen Verkehrsmitteln eher schlecht als recht.

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Wenn man von der Fahrradstadt Deutschlands spricht, fällt den meisten Münster ein. 2016 war Münster noch auf Platz 1 dieser Kategorie, doch das hat sich geändert: Dieses Mal bleibt es wie schon 2018 bei Platz 2. Doch schauen wir erst einmal, weshalb Münster überhaupt eine der Top Fahrradstädte ist. Bestnoten erhält die Universitätsstadt in NRW vor allen Dingen in der Infrastruktur. Jung und Alt kommen hier super von A nach B. Fahrradwege gibt es viele, und die sind auch sehr gut ausgeschildert. Selbst die Fahrradmitnahme in Bus und Bahn funktioniert bei den Münsteranern gut.
Doch der Grund, weshalb die Stadt nicht mehr Spitzenreiter ist, liegt am allgemeinen Verkehr: Den Radfahrenden und den Radwegen fehlt es noch an Platz. Die Radfahrer:innen fühlen sich in Münster nicht sicher genug, wenn sie in die Pedale treten. Hier und da ein Falschparker auf den Radwegen, volle Straßen und die Radinfrastruktur sei in den Jahren wohl etwas vernachlässigt worden. Doch das weckt die Stadt auf: Es soll an Verbesserungen gearbeitet werden – die Stadt möchte den Radfahrenden natürlich ein sicheres Gefühl beim Fahren geben. Viel Erfolg bei der Umsetzung!

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Karlsruhe konnte seinen Titel verteidigen. Fahrradfahren in Karlsruhe funktioniert unter guten Bedingungen. Es ist einfach super komfortabel – in dieser Kategorie schnitt die Stadt besser als die Wettbewerber ab. Eine weitere Stärke ist die Fahrradmitnahme in Bus und Bahn – ob das eigene oder ein ausgeliehenes, mitnehmen kann man es gut. Denn auch die Kategorie “Öffentliche Fahrräder” schneidet in Karlsruhe ziemlich gut ab. Dieses Angebot möchte die Stadt erweitern. Informiere dich hier schon einmal, wo du Fahrräder in Karlsruhe ausleihen kannst. Ein weiterer toller Grund für das Radfahren in Karlsruhe: der kompakte Stadtkern. Hier finden Radler die idealen Voraussetzungen für abwechslungsreichen Fahrspaß.
Was leider, wie in vielen Großstädten, immer noch ein negativer Punkt ist, ist der Fahrraddiebstahl. Daran kann die Stadt noch arbeiten, ebenso wie an der Führung der Radfahrenden an Baustellen. Hier versteckt sich die eine oder andere Gefahrenzone.

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Kategorie: Städte mit über 500.000 Einwohner:innen

Frankfurt am Main steht gut da: Hier haben Radfahrende besonders viel Freiraum. Über 700.000 Menschen leben in Frankfurt am Main. Das Fahrradfahren scheint für viele zum Alltag zu gehören, denn mit der Infrastruktur der Stadt in Bezug auf das Radverkehrsnetz sind die Befragten zufrieden. Auch in Frankfurt am Main ist die schnelle Erreichbarkeit des Stadtzentrums ein wichtiger Punkt. Geöffnete Einbahnstraßen punkten bei den Frankfurtern sehr gut.

Dennoch, in einigen Kategorien stellen die Befragten der Stadt die bis hierhin schlechtesten Werte aus. So zum Beispiel bei der Sicherheit und Konflikten mit Kfz. Zum einen ist die Diebstahlquote sehr hoch, zum anderen muss das Fahrradfahren weiterhin gefördert werden: die Ampelschaltung für Fahrräder erhält eine schlechte Note, aber auch die Falschparker machen es sich auf den Radwegen gemütlich. So können die Radfahrenden in Frankfurt noch nicht ganz so entspannt durch die Gegend düsen wie erhofft.
Das Radfahren muss also noch weiter von den Autofahrern akzeptiert werden. Doch da ist die Stadt sicherlich dran. Glückwunsch zum dritten Platz unter den Großstädten!

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In der Kategorie Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln erhielt die Landeshauptstadt von Niedersachsen wie in den vergangenen Umfragen 2016 und 2018 einen Top-Wert. Damit ist Hannover auf dem zweiten Platz in der Kategorie “Städte mit über 500.000 Einwohner:innen” gelandet.
Unter der größeren Flächenausdehnung einer Stadt kann die Lust, das Fahrrad zu benutzen, sinken. In Hannover scheint dies aber nicht der Fall zu sein. Denn die niedersächsische Landeshauptstadt schneidet in den Kriterien zum Thema “Infrakstruktur Radverkehrsnetz” wieder richtig gut ab. Schnell erreichbar ist das Stadtzentrum zum Beispiel durch die Öffnung der Einbahnstraßen, hier hat Hannover eine gute Bewertung erhalten. Bemerkenswert ist, dass das Rad beliebt bei alten und jungen Menschen ist.
Dennoch gibt es auch hier Verbesserungsbedarf. Der Zugang zu öffentlichen Fahrrädern stellt sich noch als schwer dar und ist sogar schlimmer als vor zwei Jahren geworden. Außerdem kann wegen Falschparker oder Baustellen noch nicht von voller Sicherheit im Straßenverkehr für Radfahrende die Rede sein. Das kann die Stadt bestimmt noch optimieren.

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Trommelwirbel: Platz 1 unter den Großstädten ist wieder Bremen geworden! In der Hansestadt lässt es sich laut der Teilnehmenden der Umfrage ziemlich gut Fahrrad fahren. Am zufriedensten sind die Radfahrenden mit dem allgemeinen Fahrrad- und Verkehrsklima. Jung und Alt bewegen sich gerne mit dem Rad durch die Stadt. Das Radfahren in Bremen macht ihnen mehr Spaß, als dass es sie stresst. Dieses Ergebnis gibt es selten in einer Großstadt! Hut ab und weiter so.
Grund dafür sind sicherlich auch die gut ausgebauten Wegweisungen für die Radfahrenden, so wie die geöffneten Einbahnstraßen. Und damit noch mehr Bremer sich mit dem Rad bewegen, wird in der Stadt auch viel Werbung für das Fortbewegungsmittel gemacht. Nach und nach wird man als Radfahrer:in immer mehr akzeptiert. Bremer, bleibt am Ball und nutzt nun die Chancen, euch noch weiterhin in Sachen Radfahren zu verbessern. Denn auch bei euch, wie in allen Großstädten, ist die Diebstahlquote noch sehr hoch. Das macht viele unglücklich. Wir gratulieren dennoch zu Platz 1 und wünschen viel Erfolg bei der Umsetzung weiterer Fahrrad-bezogener Projekte.

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Kategorie "Aufholer" (Beste Entwicklung)

Besonderes Augenmerk liegt auf den Städten, die die größten Fortschritte beim Fahrradklima gemacht haben. Denn hier hat sich in aller Regel am meisten für Radfahrende getan. Bei den Städten über 500.000 Einwohner:innen ist das Frankfurt am Main. Die Stadt hat sich dadurch auch gleich aufs Treppchen katapultiert.

Platz > 500.000 EW 200.000 bis 500.000 EW 100.000 bis 200.000 EW 50.000 bis 100.000 EW 20.000 bis 50.000 EW bis 20.000 EW
1
Frankfurt am Main
Wiesbaden
Würzburg
Böblingen
Landau in der Pfalz
Gaildorf

Kategorie "Corona" (Sonderbefragung)

2020 war mit der Ankunft einer globalen Pandemie kein normales Jahr. Die Beschränkungen aufgrund von Covid-19 waren beim Radfahren deutlich spürbar, daher hat ADFC eine Sonderbefragung zum Thema "Corona & Radfahren" gestartet. Darunter wurden Faktoren wie "Signale der Politik für mehr Fahrradfreundlichkeit", "mehr Radfahren in den lokalen Medien" oder "das Fahrrad als Hauptverkehrsmittel, um Ziele in meiner Nähe zu erreichen" berücksichtigt.

Platz Alle Ortsgrößenklassen
1
Berlin
2
München
3
Düsseldorf

Wann findet der nächste Test statt?

Der große ADFC-Fahrradklima-Test findet zum zehnten Mal im Jahr 2022 statt. Informiere dich beim ADFC über die aktuellen Teilnahmezahlen und entscheide mit, wer zu den fahrradfreundlichsten Städten Deutschlands gehören wird!