Die fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands – Wie ist Radfahren in deiner Stadt?

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) führt alle zwei Jahre den “Fahrradklimatest” durch. Im letzten Fahrradklimatest (2018) wurden 683 Städte per Online-Fragebogen bewertet. In diesem Test wird evaluiert, welche Kommunen am fahrradfreundlichsten sind. In welcher Stadt ist Fahrradfahren ein Stressfaktor? Wo werden Radfahrer als Verkehrsteilnehmer toleriert? Was muss verbessert werden? Die Ergebnisse des letzten Fahrradklimatests erfährst du hier. Die Städte wurden je nach Stadtgröße in Kategorien eingeteilt. Wir präsentieren dir hier pro Kategorie die Top 3 fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden.

Fakten zum Test

  • 170.000 freiwillige Teilnehmer
  • 1 Online-Fragenbogen mit 27 Kriterien
  • 683 Städte wurden bewertet
  • ADFC-Fahrradklimatest findet alle 2 Jahre statt
  • In größeren Städten ist die Gesamtbewertung immer viel niedriger als in kleinen Städten

Kategorie: Städte und Gemeinden mit maximal 20.000 Einwohnern

Die kleine Gemeinde Heek liegt im westlichen Münsterland im Kreis Borken und gehört zu den Top Fahrrad-Städten mit einer Einwohnerzahl von maximal 20.000 Einwohnern. Die Einwohner (insgesamt 8.681) sind mit dem Rad-Klima der Gemeinde mehr als zufrieden. Vor allen Dingen die Wegweisungen und die Erreichbarkeit ins Stadtzentrum haben bei den Kriterien sehr gut abgeschnitten. Außerdem finden die Befragten es sehr gut, dass man in Heek zügig von A nach B kommt. Doch das kann man im umliegenden Münsterland so oder so gut: Die restlichen Fahrradwege um Heek herum laden zu kleinen und größeren Radtouren ein.
Die Wegbeschreibungen sind 1A und selbst wenn du kein Fahrrad besitzt, kannst du dir im Ortszentrum eins beim Fahrradverleih ausleihen und Heek und Umgebung auf dem Sattel kennenlernen.

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Auch Wettringen schafft es, wie in der vergangenen Umfrage 2016, auf Platz 2 der fahrradfreundlichsten Gemeinden. Einen sehr guten Wert erhielt die Kategorie “Spaß oder Stress”. Die Radfahrer in Wettringen verbinden das Fahrradfahren viel mehr mit Spaß als mit Stress. Ebenso mögen es die Bewohner, dass man zügig durch die Stadt fahren kann und schnell den Stadtkern erreicht. Der beschauliche Ort (8.102 Einwohner) liegt in der Nähe von Münster, direkt an der niederländischen Grenze. Fahrradfahrer sieht man hier also häufig. Somit kann man auch schnell rüber ins Nachbarland radeln. Doch nicht nur dabei schneidet Wettringen gut ab. Wettringen gehört außerdem zu den familienfreundlichsten Fahrradstädten. Gerade Familien und Kinder fühlen sich in Wettringen sicher, wenn sie sich auf den Fahrradsattel schwingen. Somit erhielt das Kriterium “Sicherheit” auch eine hohe Punktzahl. Weiter so!

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Auch in Reken sind die Bewohner sehr zufrieden mit dem Fahrradklima. Die Stadt mit 14.815 Einwohnern im Münsterland, Kreis Borken, schnitt vor allen Dingen in der Wegweisung für Radfahrer gut ab. Aber auch hier freuen sich die Radfahrer über das stressfreie, zügige Fahrradfahren und die Erreichbarkeit des Stadtzentrums. Mit dem Rad hat man kaum Probleme, sich fortzubewegen. Doch nicht nur das: Radfahrer fühlen sich in Reken besonders sicher beim Fahren und es kommt selten zu Konflikten mit den Fußgängern. So macht Fahrradfahren Spaß!

  • Zur Info: Reken war auch schon in den Jahren zuvor (2014 und 2016) unter den Siegern des bundesweiten ADFC-Fahrradklimatests.
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Kategorie: Städte mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern

Die Stadt am unteren Niederrhein ist bei Fahrradfahrern sehr beliebt. Gerade mit den geöffneten Einbahnstraßen in Gegenrichtung sind die Befragten zufrieden: Die Radfahrer können sich in der Stadt somit problemlos von A nach B bewegen und erreichen vor allen Dingen den Stadtkern von Rees sehr gut mit dem Fahrrad.
In einigen Punkten gibt es aber definitiv noch Verbesserungspotential: beispielsweise bei der Mitnahme des Fahrrads im Öffentlichen Personennahverkehr. Hiermit sind die Befragten noch nicht zufrieden. Wer selbst kein Rad besitzt, kann natürlich auch beim Fahrradverleih vorbeischauen und sich dort für einen Zeitraum ein Rad ausleihen.

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Die Stadt mit ihren 24.159 Einwohnern liegt im bekannten Weinanbaugebiet Rheinhessen: Doch nicht nur gut Wandern kann man hier, nein – auch das Radfahren funktioniert hier bestens! Es gibt viele verschiedene Radwege, auf denen sich die Radfahrer sehr wohlfühlen. Man kommt schnell in die Stadt und kann sich vor allen Dingen viele Fahrräder ausleihen. Somit kannst du als Besucher das Auto weiter außerhalb stehen lassen und die Stadt mit dem Rad erkunden. Doch auch die Einwohner der Stadt haben das Radfahren mittlerweile in ihren Alltag integriert: Jeder Fünfte nutzt in Ingelheim am Rhein das Fahrrad für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen und in der Freizeit. Die Werbung, die die Stadt für das Fahrradfahren macht, lohnt sich also!
Die Ingelheimer sind stolz darauf, so eine fahrradfreundliche Stadt zu haben und wollen das auch stetig verbessern. Ein Punkt wäre da wohl der Winterdienst: Wenn es kalt und eisig wird, ist es für die Radfahrer leider noch sehr mühsam – doch da ist die Stadt sicherlich bald dran.

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Die nordhessische Stadt Baunatal (Landkreis Kassel) hat es dieses Jahr in der Kategorie “Städte mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern” wieder auf Platz 1 geschafft. Glückwunsch! Insgesamt 311 Kommunen haben übrigens in dieser Kategorie teilgenommen. Grund für den ersten Platz ist vor allem der Spaßfaktor. Wegen der guten Wegweisung der Stadt macht es den Einwohnern viel Freude, Fahrrad zu fahren. Die Mobilität durch das Fahrrad empfinden viele als praktisch. Da die Radwege gut ausgeschildert sind, ist auch die Erreichbarkeit zum Stadtzentrum gut bewertet worden. Was noch dazu kommt: In Hessen wurde die Stadt Baunatal außerdem noch zur fahrradfreundlichsten Stadt Hessens gewählt (laut ADFC).
Die Radfahrer fühlen sich sicher und hoffen, dass sie weiterhin Spitzenreiter bleiben. Schon im Fahrradklimatest 2016 hat die Stadt den ersten Platz in dieser Kategorie geholt. Mit diesem Ergebnis können die Projektleiter weiterhin daran arbeiten, das Fahrrad-Verkehrs-Netz noch besser auszubauen.

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Kategorie: Städte mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern

Die Stadt am Bodensee gehört in der Kategorie “Städte mit einer Einwohnerzahl von 50.000 bis 100.000” zu den fahrradfreundlichsten Städten Deutschlands. Im Vergleich zum Test von 2016 hat sich das Fahrradklima um einiges verbessert. Top bewertet wurde der Zugang zu Leihrädern in der Stadt. Daran können sich andere Städte noch ein Beispiel nehmen. Insgesamt fahren Jung und Alt gerne mit dem Fahrrad durch Konstanz. Man kommt gut in die City und fühlt sich beim Radfahren wohl. Daran muss Konstanz sich weiter halten, denn gerade für Touristen ist die Stadt natürlich ein beliebtes Ziel. Von Konstanz aus eine Radtour zum Bodensee zu machen, ist bestimmt bei vielen Besuchern ein Gedanke.
Die Stadt freut sich über diesen Platz, möchte sich aber natürlich zukünftig auch noch in den Bereichen Sicherheit und Fahrraddiebstahl verbessern. In diesen Kategorien schnitt Konstanz leider nicht so gut ab.
Wie wäre es mit einer Radtour durch Konstanz? Informiere dich hier über den Fahrradverleih.

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Die Kreisstadt Nordhorn liegt mit ihren 53.403 Einwohnern an der niedersächsischen Grenze zu den Niederlanden. Die Befragten des Klimatestests sind sich einig: In Nordhorn fahren wir gerne mit dem Fahrrad. Das Radfahren bringt eher Spaß als Stress. Sowohl junge Radler als auch die Älteren mögen es, sich in der Stadt und drumherum mit dem Fahrrad fortzubewegen. Das Fahrradklima im Allgemeinen wurde somit als gut bewertet. Und diese Freude am Fahrradfahren sieht man auch an den Noten in der Bewertung. In Nordhorn kommt man zügig von A nach B, der Verkehr ist dort gut geregelt. Und wer mal eine längere Fahrradtour machen möchte, kommt sicherlich auch gut über die verschiedensten Fahrradwege bis in die Niederlande.
Die Stadt hat viel dafür getan, um sich als Fahrradstadt bezeichnen zu können. Die Fahrradwege wurden ausgebaut – und man ist noch lange nicht am Ende. Wir werden sehen, wie sich die Stadt in Bezug auf die Fahrradfreundlichkeit weiterentwickelt.

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In Münsterland kann man einfach gut Fahrradfahren. Bocholt ist einer der vielen Beweise dafür! Deshalb verdient die Stadt auch Platz 1 in der Kategorie “Städte mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern”. Weshalb schnitt Bocholt so gut ab? Neben der sehr guten Erreichbarkeit des Stadtzentrums wurden noch andere Kategorien mit Gut oder besser bewertet: Die Bewohner haben Spaß daran, durch Bocholt zu radeln.
Es gibt viele Radwege, die super miteinander verknüpft sind. Dadurch kommen die Bewohner und Besucher dank der guten Infrastruktur von A nach B. Am besten bewertet wurde hier die Kategorie “Radfahren für Jung und Alt”. Das bedeutet wohl, dass die Stadt im Westmünsterland sicher genug für Radfahrer egal welchen Alters ist. Als zweitgrößte Stadt an der deutsch-niederländischen Grenze ist die Stadt fürs Fahrradfahren berühmt geworden: Und genau aus diesem Grund macht die Stadt auch viel Werbung fürs Radfahren – ebenfalls ein Kriterium, was als gut bewertet wurde. Bocholt, weiter so!

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Kategorie: Städte mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern

Oldenburg in Oldenburg, so wird die Stadt in Niedersachsen auch gerne genannt. Die 168.210 Einwohner sind stolz auf ihre Stadt, denn Oldenburg kann sich eindeutig als Fahrradstadt beweisen. Fun Fact: Hier gibt es mehr Fahrradfahrer als Einwohner. Ob jung oder alt, Schüler, Student oder Rentner – die Oldenburger erledigen den Großteil mit dem Rad. Die Ergebnisse sagen uns warum: Die Infrastruktur des Radverkehrsnetzes schneidet gut ab, denn die Stadtverwaltung möchte, dass die Oldenburger sich beim Radfahren wohl und sicher fühlen. Deshalb legen sie auch viel Wert darauf, dass die Einbahnstraßen für die Radfahrer zugänglich sind, so dass sie einwandfrei das Stadtzentrum erreichen. Und Oldenburg möchte sich weiterhin verbessern, um vielleicht beim nächsten Test noch besser abzuschneiden: Jahr für Jahr entwirft die Verwaltung gemeinsam mit dem ADFC ein Konzept zur Verbesserung der Rad- und Fußgängerverkehrssituation. Dabei sollen die Rad- und Fußwege saniert werden. Außerdem werden Maßnahmen zur besseren Abstellmöglichkeit der Räder und zur Sicherheit im Radverkehr erarbeitet, damit sich alle sicher fühlen.

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Ca. 28% aller Wege werden in Erlangen mit dem Rad zurückgelegt. Bei einer Einwohnerzahl von ungefähr 110.998 ist das schon eine Menge. Die fränkische Großstadt in Bayern schafft es auf Platz 2 in der Kategorie “Städte mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern”. Auch hier ist das Stadtzentrum super gut zu erreichen – sowohl für junge, als auch für ältere Fahrradfahrer sind die Radwege gut befahrbar. Grund dafür ist vor allen Dingen die flache Topographie. Wenig steile Abschnitte machen das Radfahren in Erlangen angenehmer als in anderen bayerischen Städten. Und was noch dazu kommt: Gerade in der Kategorie “Infrastruktur Radverkehrsnetz” hat die Stadt eine gute Note bekommen.
Im Gegensatz zu anderen Städten wurde in Erlangen schon früh mit dem Radwegebau begonnen. Das Radfahren wir durch die stetigen Optimierungen weiterhin gefördert und immer mehr Bewohner nutzen das Rad für Erledigungen. Wenn auch der Fahrraddiebstahl noch sehr hoch ist, verdient die Stadt definitiv ihren Platz und wird sich bestimmt in ein paar weiteren Kategorien verbessern wollen.

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Die Universitätsstadt ist für die Befragten eine der fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands – und das zurecht: Die Stadt in Südniedersachsen macht das Radfahren zu einem spaßigen und komfortablen Erlebnis. Das sagen zumindest die Befragten, denn laut ihnen hat man in Göttingen viel Spaß beim Radfahren. Das mag an vielen verschiedenen Kriterien liegen, in denen die Stadt gute Bewertungen erhielt: Es gibt kaum Konflikte mit den Fußgängern, wegen der geöffneten Einbahnstraßen für Radfahrer und dem allgemein positivem Fahrrad- und Verkehrsklima kommt man zügig an sein Ziel. Im Vergleich zu 2016 haben sich die Ergebnisse verbessert.
Göttingen arbeitet an einem Mobilitäts- und Klimaschutzkonzept – der Ausbau des Radverkehrs ist ein Teil davon. Somit wird noch einiges in Göttingen passieren, die Stadt wird die Infrastruktur sicherlich noch optimieren.

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Kategorie: Städte mit 200.000 bis 500.000 Einwohnern

Freiburg und das Fahrrad, das ist unzertrennbare Liebe und zwar auf ewig. Kein Wunder also, dass Freiburg auf Platz 3 beim ADFC-Fahrradklima-Test der Großstädte landet. In der Universitätsstadt im Schwarzwald fahren wirklich alle Rad. Die Radwege sind dementsprechend sauber, das Fahrrad- und Verkehrsklima im Allgemeinen wird hier als besonders positiv wahrgenommen, ebenso die Werbung und Unterstützung, die von der Stadt für das umweltfreundliche Verkehrsmittel Rad betrieben wird.
Warum aber gelangt die Rad-Metropole nicht auf Platz eins des Siegertreppchens? Die Antwort ist einfach: Die Freiburger lieben das Fahrrad so sehr, dass sie es sich ständig gegenseitig klauen. Und Fahrraddiebstahl ist leider nicht besonders fahrradfreundlich. Ebenso geht der Transport von Fahrrädern in den öffentlichen Verkehrsmitteln eher schlecht als recht.

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Wenn man von der Fahrradstadt Deutschlands spricht, fällt den meisten Münster ein. Zuvor war Münster noch auf Platz 1 dieser Kategorie, doch das hat sich geändert: Dieses Mal schafft Münster es “nur” auf Platz 2. Doch schauen wir erst einmal, weshalb Münster überhaupt eine der Top Fahrradstädte ist. Bestnoten erhält die Universitätsstadt in NRW vor allen Dingen in der Infrastruktur. Jung und Alt kommen hier super von A nach B. Fahrradwege gibt es viele, und die sind auch sehr gut ausgeschildert. Selbst die Fahrradmitnahme in Bus und Bahn funktioniert bei den Münsteranern gut.
Doch der Grund, weshalb die Stadt nicht mehr Spitzenreiter ist, liegt am allgemeinen Verkehr: Den Radfahrern und den Radwegen fehlt es noch an Platz. Die Radfahrer fühlen sich in Münster nicht sicher genug, wenn sie in die Pedale treten. Hier und da ein Falschparker auf den Radwegen, volle Straßen und die Radinfrastruktur sei in den Jahren wohl etwas vernachlässigt worden. Doch das weckt die Stadt auf: Es soll an Verbesserungen gearbeitet werden – die Stadt möchte den Radfahrern natürlich ein sicheres Gefühl beim Fahren geben. Viel Erfolg bei der Umsetzung!

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Und das ist die Fahrradstadt, die Münster vom Thron geworfen hat: Karlsruhe. Fahrradfahren in Karlsruhe funktioniert unter guten Bedingungen. Es ist einfach super komfortabel – in dieser Kategorie schnitt die Stadt besser als die Wettbewerber ab. Eine weitere Stärke ist die Fahrradmitnahme in Bus und Bahn – ob das eigene oder ein ausgeliehenes, mitnehmen kann man es gut. Denn auch die Kategorie “Öffentliche Fahrräder” schneidet in Karlsruhe ziemlich gut ab. Dieses Angebot möchte die Stadt erweitern. Informiere dich hier schon einmal, wo du Fahrräder in Karlsruhe ausleihen kannst. Ein weiterer toller Grund für das Radfahren in Karlsruhe: der kompakte Stadtkern. Hier finden Radler die idealen Voraussetzungen für abwechslungsreichen Fahrspaß.
Was leider, wie in vielen Großstädten, immer noch ein negativer Punkt ist, ist der Fahrraddiebstahl. Daran kann die Stadt noch arbeiten, ebenso wie an der Führung der Radfahrer an Baustellen. Hier versteckt sich die eine oder andere Gefahrenzone.

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Kategorie: Städte mit über 500.000 Einwohnern

Leipzig steht gut da: Hier haben Radfahrer besonders viel Freiraum. Knapp über eine halbe Million Menschen leben in Leipzig. Das Fahrradfahren scheint für viele zum Alltag zu gehören, denn mit der Infrastruktur der Stadt in Bezug auf das Radverkehrsnetz sind die Befragten zufrieden. Auch in Leipzig ist die schnelle Erreichbarkeit des Stadtzentrums ein wichtiger Punkt. Geöffnete Einbahnstraßen sowie die die Abstellmöglichkeiten des Zweirads stützen diesen guten Wert.
Dennoch, in einigen Kategorien stellen die Befragten der Stadt Leipzig die bis hierhin schlechtesten Werte aus. So zum Beispiel bei der Sicherheit. Zum Einen ist die Diebstahlquote sehr hoch, zum Anderen muss das Fahrradfahren weiterhin gefördert werden: Der Winterdienst auf den Radwegen erhält eine schlechte Note, aber auch die Falschparker machen es sich auf den Radwegen gemütlich. So können die Radfahrer in Leipzig noch nicht ganz so entspannt durch die Gegend düsen wie erhofft. Das Radfahren muss also noch weiter von den Autofahrern akzeptiert werden. Doch da ist die Stadt sicherlich dran. Glückwunsch zum dritten Platz unter den Großstädten!

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In der Kategorie Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln erhielt die Landeshauptstadt von Niedersachsen wie in der vergangenen Umfrage einen Top-Wert. Damit ist Hannover auf dem zweiten Platz in der Kategorie “Städte mit über 500.000 Einwohnern” gelandet. Glückwunsch! Unter der größeren Flächenausdehnung einer Stadt kann die Lust, das Fahrrad zu benutzen, sinken. In Hannover scheint dies aber nicht der Fall zu sein. Denn die niedersächsische Landeshauptstadt schneidet in den Kriterien zum Thema “Infrakstruktur Radverkehrsnetz” wieder richtig gut ab. Schnell erreichbar ist das Stadtzentrum zum Beispiel durch die Öffnung der Einbahnstraßen, hier hat Hannover eine gute Bewertung erhalten. Die Radfahrer kommen aufgrund der guten Wegweisung durch die Stadt nicht vom Weg ab.
Nichtsdestotrotz gibt es auch hier Verbesserungsbedarf. Der Zugang zu öffentlichen Fahrrädern stellt sich noch als schwer da. Außerdem kann noch nicht von voller Sicherheit im Straßenverkehr für Radfahrer die Rede sein. Das kann die Stadt bestimmt noch optimieren.

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Trommelwirbel: Unser Platz 1 unter den Großstädten ist dieses Mal Bremen geworden! In der Hansestadt lässt es sich laut der Teilnehmer der Umfrage ziemlich gut Fahrrad fahren. Am zufriedensten sind die Radfahrer mit dem allgemeinen Fahrrad- und Verkehrsklima. Jung und Alt bewegen sich gerne mit dem Rad durch die Stadt. Das Radfahren in Bremen macht ihnen mehr Spaß, als dass es sie stresst. Dieses Ergebnis gibt es selten in einer Großstadt! Hut ab und weiter so.
Grund dafür sind sicherlich auch die gut ausgebauten Wegweisungen für die Radfahrer, so wie die geöffneten Einbahnstraßen. Und damit noch mehr Bremer sich mit dem Rad bewegen, wird in der Stadt auch viel Werbung für das Fortbewegungsmittel gemacht. Nach und nach wird man als Radfahrer immer mehr akzeptiert. Bremer, bleibt am Ball und nutzt nun die Chancen, euch noch weiterhin in Sachen Radfahren zu verbessern. Denn auch bei euch, wie in allen Großstädten, ist die Diebstahlquote noch sehr hoch. Das macht viele unglücklich. Wir gratulieren dennoch zu Platz 1 und wünschen viel Erfolg bei der Umsetzung weiterer Fahrrad-bezogener Projekte.

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Wann findet der nächste Test statt?

Der nächste große ADFC-Fahrradklima-Test findet 2020 im Herbst statt. Informiere dich hier über die mögliche Teilnahme. Entscheide mit, wer dieses Jahr zu den fahrradfreundlichsten Städten Deutschlands gehört!