Die fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands

Wie ist Radfahren in deiner Stadt?

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) führt alle zwei Jahre den “Fahrradklimatest” durch. Im letzten Fahrradklimatest (2024) wurden 1.047 Städte und Gemeinden schriftlich oder per Online-Fragebogen bewertet. In diesem Test wird evaluiert, welche Kommunen am fahrradfreundlichsten sind. In welcher Stadt ist Fahrradfahren ein Stressfaktor? Wo werden Radfahrende als Verkehrsteilnehmende toleriert? Was muss verbessert werden? Die Ergebnisse des letzten Fahrradklimatests erfährst du hier. Die Städte wurden je nach Stadtgröße in Kategorien eingeteilt. Wir präsentieren dir hier pro Kategorie die Top 3 fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden.

Fakten zum Test

  • 212.818 freiwillige Teilnehmende
  • 1 Online-Fragenbogen mit 27 Kriterien
  • 1.047 Städte wurden bewertet
  • ADFC-Fahrradklimatest findet alle 2 Jahre statt
  • In größeren Städten ist die Gesamtbewertung immer viel niedriger als in kleinen Städten

Kategorie: Städte und Gemeinden mit maximal 20.000 Einwohner:innen

Olfen belegt den dritten Platz unter den Städten mit weniger als 20.000 Einwohnern. Die Stadt punktet mit einem soliden Mix aus Infrastruktur, Sicherheit und Übersichtlichkeit. Radwege sind gut instand gehalten, die Verkehrsführung ist klar, und die Anbindung an umliegende Orte funktioniert gut. Auch die Integration von Natur und Naherholung in das Radwegenetz wird positiv hervorgehoben. Die Bürgerinnen und Bürger schätzen vor allem das entspannte und sichere Radfahren in ihrer Stadt.

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Auch in Reken sind die Bewohner:innen sehr zufrieden mit dem Fahrradklima. Unter den 14.094 Einwohner:innen im Münsterland, Kreis Borken, freuen sich die Radfahrenden über das stressfreie, zügige Fahrradfahren und die Erreichbarkeit des Stadtzentrums. Mit dem Rad hat man kaum Probleme, sich fortzubewegen. Besonders gute Bewertungen gaben die Einwohner:innen ebenfalls den Kategorien Öffentliche Fahrräder und Infrastruktur Radverkehrsnetz. So macht Fahrradfahren Spaß!

  • Zur Info: Reken war auch schon in den Jahren zuvor (2014, 2016, 2018, 2020 und 2022) unter den Siegern des bundesweiten ADFC-Fahrradklimatests.
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Wettringen hat den ersten Platz der fahrradfreundlichsten Gemeinden bis 20.000 Einwohner:innen erfolgreich verteidigt. Die Radfahrenden in Wettringen verbinden das Fahrradfahren viel mehr mit Spaß als mit Stress. So mögen es die Bewohner:innen unter Anderem, dass man zügig durch die Stadt fahren kann und schnell den Stadtkern erreicht. Der beschauliche Ort (8.102 Einwohner:innen) liegt in der Nähe von Münster, direkt an der niederländischen Grenze. Somit kann man auch schnell rüber ins Nachbarland radeln. Außerdem gehört Wettringen zu den familienfreundlichsten Fahrradstädten. Gerade Familien und Kinder fühlen sich in Wettringen sicher, wenn sie sich auf den Fahrradsattel schwingen. Somit erhielt das Kriterium “Sicherheit” auch eine hohe Punktzahl. Weiter so!

  • Zur Info: Wettringen war auch schon im letzten Jahr (2022) der Sieger des bundesweiten ADFC-Fahrradklimatests der Gemeinden bis 20.000 Einwohner.
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Kategorie: Städte mit 20.000 bis 50.000 Einwohner:innen

Ettlingen bei Karlsruhe belegt 2024 einen verdienten dritten Platz und punktet vor allem mit seiner Kombination aus Stadtleben und Naturnähe. Viele Wege lassen sich hier bequem mit dem Rad zurücklegen – ob in die Innenstadt, zu Schulen oder ins Umland. Das gut ausgeschilderte Radwegenetz, sichere Abstellmöglichkeiten und ein aktives Engagement für den Radverkehr sorgen für hohe Zufriedenheit unter den Einwohner:innen. Wer in Ettlingen unterwegs ist, spürt: Hier wird das Fahrrad nicht nur toleriert, sondern gefördert..

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Die Stadt mit ihren 24.241 Einwohner:innen liegt im Rhein-Sieg-Kreis im Süden Nordrhein-Westfalens. Doch nicht nur gut wandern kann man hier, nein – auch das Radfahren funktioniert hier bestens! Es gibt viele verschiedene Radwege, auf denen sich die Radfahrenden sehr wohlfühlen. Man kommt schnell in die Stadt und kann sich vor allen Dingen viele Fahrräder ausleihen. Somit kannst du als Besucher:in das Auto weiter außerhalb stehen lassen und die Stadt mit dem Rad erkunden. Die Werbung, die die Stadt für das Fahrradfahren macht, lohnt sich also, denn jedes Jahr fahren mehr Bürger:innen mit dem Fahrrad zur Arbeit. Die Meckenheimer:innen sind stolz darauf, so eine fahrradfreundliche Stadt zu haben und wollen das auch stetig verbessern.

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Die nordhessische Stadt Baunatal (Landkreis Kassel) hat es dieses Jahr in der Kategorie “Städte mit 20.000 bis 50.000 Einwohner:innen” wieder auf Platz 1 geschafft. Glückwunsch! Grund für den ersten Platz ist vor allem der Spaßfaktor. Wegen der Möglichkeit zum zügigen Vorankommen macht es den Einwohner:innen viel Freude, Fahrrad zu fahren. Die Mobilität durch das Fahrrad empfinden viele als praktisch. Da die Radwege gut ausgeschildert sind, ist auch die Erreichbarkeit zum Stadtzentrum gut bewertet worden.
Die Radfahrenden fühlen sich sicher und hoffen, dass sie weiterhin Spitzenreiter bleiben. Schon im Fahrradklimatest 2016, 2018 , 2020 und 2022 hat die Stadt den ersten Platz in dieser Kategorie geholt. Mit diesem Ergebnis können die Projektleiter:innen weiterhin daran arbeiten, das Fahrrad-Verkehrs-Netz noch besser auszubauen.

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Kategorie: Städte mit 50.000 bis 100.000 Einwohner:innen

Zwar steigt Bocholt dieses Jahr im Ranking ab, fährt aber trotzdem wieder in die Top 3 und bleibt somit dem Ruf als "Radstadt im Münsterland" treu. Die Stadt setzt nicht auf spektakuläre Projekte, sondern auf Verlässlichkeit: ein dichtes, gut gepflegtes Radwegenetz, sichere Routen in die Innenstadt und ein hoher Alltagsradanteil prägen das Stadtbild. In Bocholt gehört das Fahrrad zum Lebensgefühl – von der Schülerin bis zum Rentner. Die kontinuierliche Pflege der Infrastruktur und die breite Akzeptanz in der Bevölkerung zeigen: Hier ist Radfahren keine Modeerscheinung, sondern gelebter Alltag.

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Nordhorn beweist, dass auch kleinere Städte an der Spitze mitfahren können – und das über Jahre hinweg. Die niedersächsische Grenzstadt liegt 2024 erneut auf Platz zwei und punktet mit einem ambitionierten Radverkehrskonzept. Viele Einbahnstraßen sind für Radfahrende geöffnet, neue Brücken verbinden wichtige Wege, und auch der Winterdienst auf Radwegen funktioniert besser als anderswo. Neben der Infrastruktur fällt Nordhorn durch soziale Initiativen auf: Fahrradkurse für Migrantinnen oder kostenlose Serviceangebote machen das Radfahren für alle zugänglich. Mit klarer Haltung und stetiger Weiterentwicklung zeigt Nordhorn, dass echte Fahrradfreundlichkeit auch abseits der Metropolen entstehen kann.

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Tübingen steigt 2024 vom dritten auf den ersten Platz auf! Die Universitätsstadt hat früh auf nachhaltige Mobilität gesetzt und investiert kontinuierlich in moderne Radinfrastruktur. Sichtbar wird das etwa am „Blauen Band“, einer durchgängigen Radroute durch die Innenstadt, oder an den Fahrradstationen am Bahnhof mit hunderten Stellplätzen. Das Radwegenetz ist klar strukturiert, die Wege sicher, und selbst die hügelige Lage schreckt dank E-Bikes kaum jemanden ab. Tübingen zeigt, wie strategisch geplante Radpolitik in der Praxis funktioniert – und wie aus einer Studierendenstadt ein echtes Vorbild für Mobilitätswandel werden kann. Wie wäre es also mit einer Radtour durch Tübingen? Informiere dich hier über den Fahrradverleih.

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Kategorie: Städte mit 100.000 bis 200.000 Einwohner:innen

Oldenburg erreicht 2024 Platz drei unter den Städten mit 100.000 bis 200.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Stadt im Nordwesten überzeugt mit einem dichten, gut nutzbaren Radwegenetz und einer hohen Akzeptanz des Radverkehrs im Alltag. Kurze Wege, flaches Gelände und eine radfreundliche Grundhaltung machen das Fahrrad zum bevorzugten Verkehrsmittel vieler Menschen. Zwar fehlen große Leuchtturmprojekte, doch genau diese Verlässlichkeit sorgt für ein stabiles, positives Klima unter Radfahrenden. Oldenburg zeigt, wie konsequente Alltagstauglichkeit zur Stärke werden kann.

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Darmstadt belegt 2024 den zweiten Platz unter den mittelgroßen Städten und zeigt, wie nachhaltige Mobilität in einer wachsenden Stadt funktionieren kann. Die gute Kombination aus Radverkehr und öffentlichem Nahverkehr überzeugt ebenso wie moderne Leihsysteme und sichere Abstellplätze. Der Radentscheid hat wichtige Verbesserungen angestoßen, etwa breitere Wege und sicherere Kreuzungen. Auch wenn es noch Schwächen bei der Baustellenführung gibt, wird deutlich, dass Darmstadt das Fahrrad zunehmend in den Mittelpunkt seiner Verkehrsplanung stellt.

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Erlangen bleibt 2024 unangefochten auf Platz eins unter den Städten mit 100.000 bis 200.000 Einwohner:innen. Die Universitätsstadt in Mittelfranken punktet mit einer durchdachten, kontinuierlich ausgebauten Radinfrastruktur. Besonders die Öffnung zahlreicher Einbahnstraßen für den Radverkehr, gut gestaltete Kreuzungen und sichere Abstellmöglichkeiten sorgen für hohe Zufriedenheit bei Radfahrenden. Die Stadt setzt gezielt auf Alltagsradverkehr, sei es für den Weg zur Uni, zur Arbeit oder in die Innenstadt. Positiv fällt auch das hohe Sicherheitsgefühl auf: Viele Befragte berichten von weniger Konflikten mit Autos als anderswo. Erlangen zeigt, wie konsequente Planung und eine klare politische Linie eine Stadt dauerhaft zur Radfahr-Hochburg machen können.

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Kategorie: Städte mit 200.000 bis 500.000 Einwohner:innen

Karlsruhe in Baden-Württemberg hat knapp 310.000 Einwohnerinnen und Einwohner und ist als Wissenschafts- und Technologiestandort bekannt. Die Stadt setzt auf ein dichtes Netz an Radrouten, gut abgestimmte Ampelschaltungen und sichere Verbindungen, die das Fahrrad zum beliebten Verkehrsmittel machen. Kontinuierliche Verbesserungen im Alltag wie eine bessere Wegweisung, mehr Abstellmöglichkeiten und weniger Baustellenprobleme tragen dazu bei, dass sich Radfahrende in Karlsruhe wohlfühlen.

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Freiburg im Südwesten Deutschlands ist mit etwa 235.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bekannt für seine grüne Lebensqualität und nachhaltige Mobilität. Die Stadt investiert kontinuierlich in ein sicheres und komfortables Radwegenetz mit klaren Vorrangrouten, die oft abseits vom Autoverkehr verlaufen. Radbrücken und Fahrradstraßen sorgen dafür, dass der Radverkehr flüssig und sicher bleibt. Außerdem sind viele Straßen verkehrsberuhigt, was das Radfahren besonders angenehm macht. Freiburg fördert auch multimodale Mobilität: Fahrradmitnahme in Bus und Bahn ist unkompliziert möglich, und verschiedene Leihfahrradsysteme erweitern die Optionen. Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit stehen hier ganz oben auf der Agenda.

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Münster konnte sich 2024 wieder behaupten und liegt so erneut auf Platz 1 des Rankings für Städte mit 200.000 bis 500.000 Einwohner:innen. Wenn man von der Fahrradstadt Deutschlands spricht, fällt den meisten Münster ein. 2016 war Münster schon einmal auf Platz 1 dieser Kategorie, in den darauf folgenden Umfragen reichte es immerhin noch für Platz 2. 2022 ist die Stadt wieder auf den ersten Platz gestiegen. Doch schauen wir erst einmal, weshalb Münster überhaupt eine der Top Fahrradstädte ist. Bestnoten erhält die Universitätsstadt in NRW vor allen Dingen in den Kategorien Radfahren durch Alt und Jung und Erreichbarkeit Stadtzentrum. Geöffnete Einbahnstraßen in Gegenrichtung erlauben ein zügiges Vorankommen per Fahrrad. Hier hat sich im Vergleich zu den letzten Jahren einiges verbessert, so dass das Radfahren in Münster sicher und entspannt ist.

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Kategorie: Städte mit über 500.000 Einwohner:innen

Bremen zählt auch 2024 zu den fahrradfreundlichsten Großstädten Deutschlands. Im ADFC-Fahrradklima-Test erreicht die Hansestadt den dritten Platz in der Kategorie über 500.000 Einwohner:innen. Breite Radwege, ein enges Netz und viele Einbahnstraßen in Gegenrichtung sorgen für ein positives Klima auf zwei Rädern. Auch wenn Frankfurt am Main und Hannover vorbeigezogen sind, bleibt Bremen eine starke Fahrradstadt mit engagierter Radverkehrspolitik.

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Hannover landet 2024 auf dem zweiten Platz unter den Großstädten mit über 500.000 Einwohner:innen. Die Landeshauptstadt von Niedersachsen punktet mit guter Wegweisung, vergleichsweise sicherem Radverkehr und einer aktiven Förderung. Auch neue Radwege und fahrradfreundliche Verkehrsführungen tragen zur positiven Bewertung im ADFC-Fahrradklima-Test bei. Hannover entwickelt sich sichtbar weiter – und wird zunehmend zur echten Fahrradstadt.

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Frankfurt am Main ist nicht nur das Finanzzentrum Deutschlands, sondern auch eine der fahrradfreundlichsten Großstädte des Landes. Im aktuellen ADFC-Fahrradklima-Test 2024 sicherte sich die Stadt erstmals den ersten Platz in der Kategorie der Städte mit über 500.000 Einwohner:innen.

Mit einem dichten Netz an Radwegen, zahlreichen Fahrradstraßen und vielen sicheren Abstellmöglichkeiten bietet Frankfurt ideale Voraussetzungen für alle, die auf zwei Rädern unterwegs sind. Die Stadt investiert kontinuierlich in den Ausbau der Fahrradinfrastruktur und fördert nachhaltige Mobilität durch Initiativen wie das Leihfahrradsystem "Call A Bike". Radfahren in Frankfurt bedeutet nicht nur schnelle und direkte Wege durch urbane Zentren, sondern auch entspannte Touren entlang des Mains oder durch den weitläufigen Grüngürtel. Ob Pendler oder Freizeitradler, Frankfurt überzeugt mit seiner Mischung aus moderner Infrastruktur und naturnahen Routen.

Diese Fortschritte zeigen, wie Frankfurt den Herausforderungen des urbanen Verkehrs begegnet und gleichzeitig die Lebensqualität für seine Bewohner:innen erhöht. Radfahren wird hier immer mehr zur attraktiven Alternative zum Auto. Ein Plus für Umwelt und Gesundheit.

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Kategorie "Aufholer" (Beste Entwicklung)

Besonderes Augenmerk liegt auf den Städten, die die größten Fortschritte beim Fahrradklima gemacht haben. Denn hier hat sich in aller Regel am meisten für Radfahrende getan. Bei den Städten über 500.000 Einwohner:innen ist das Nürnberg.

Beste Aufholer 2024

Platz > 500.000 EW 200.000 bis 500.000 EW 100.000 bis 200.000 EW 50.000 bis 100.000 EW 20.000 bis 50.000 EW bis 20.000 EW
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Kategorie "Radfahren im ländlichen Raum" (Sonderbefragung)

Im Jahr 2024 lag der Fokus der speziellen Umfrage auf dem Thema Fahrradfahren in ländlichen Gegenden. Es wurden gezielt fünf Fragen hinzugefügt, um die spezifischen Anforderungen von Radfahrer:innen in kleineren Siedlungen und Vororten von Städten zu berücksichtigen.

Der Sonderpreis Ländlicher Raum geht erneut an Wettringen

Wettringen wird für seine hervorragende Bewertung in der Kategorie "Radfahren im ländlichen Raum" auch dieses Jahr mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Die Stadt erzielte in den fünf ergänzenden Fragen zum Thema Radfahren im ländlichen Raum einen Durchschnittswert von 1,7. Somit konnte sie ihre Bewertung aus dem letzten Jahr aufrecht halten.

In der Bewertung wurden drei Fragen zur Erreichbarkeit der umliegenden Orte berücksichtigt, bei denen Wettringen in allen Kategorien die besten Bewertungen aller Orte erhielt. Die Stadt bietet somit schnelle und komfortable Radwege zu den Nachbarorten (Note 1,5). Auch die eigenständige Radmobilität von Kindern und Jugendlichen wurde positiv bewertet.


Auffällige Entwicklungen zur letzten Umfrage

Die Veränderungen in den Platzierungen einiger Städte deuten auf Verbesserungen oder Verschlechterungen im Fahrradklima hin. Einige Städte haben sich auffallend verbessert, wie beispielsweise Nürnberg, oder in ihren Kategorien gehalten, wie Frankfurt am Main, während andere aus den Top 3 ihrer jeweiligen Kategorie verschwunden sind.

  • Frankfurt am Main liegt 2024 in der Kategorie der Großstädte über 500.000 Einwohner:innen auf Platz eins. Hannover folgt auf dem zweiten Platz. Bremen belegt Platz drei. Leipzig ist nicht unter den besten drei.
  • Münster verteidigt bei den Städten mit 200.000 bis 500.000 Einwohner:innen den ersten Platz. Freiburg im Breisgau bleibt auf Platz zwei. Karlsruhe steigt zurück auf Platz drei.
  • Erlangen steht bei den Städten mit 100.000 bis 200.000 Einwohner:innen erneut an der Spitze. Darmstadt folgt auf Platz zwei. Oldenburg sichert sich Platz drei.
  • Tübingen führt 2024 die Städte mit 50.000 bis 100.000 Einwohner:innen an. Nordhorn liegt auf Platz zwei. Bocholt kommt neu auf Platz drei.
  • In der Gruppe der Städte mit 20.000 bis 50.000 Einwohner:innen bleibt Baunatal vorn. Meckenheim liegt auf Platz zwei. Ettlingen ist auf Platz drei neu dabei.
  • Bei den Städten unter 20.000 Einwohner:innen führt weiter Wettringen. Reken folgt auf Platz zwei. Olfen belegt Platz drei.
  • Die Städte mit den größten Verbesserungen seit der letzten Umfrage sind: Nürnberg, Bochum, Siegen, Witten, Rheinbach und Frankenberg (Eder).

Wann findet der nächste Test statt?

Der nächste große ADFC-Fahrradklima-Test find zum elften Mal im Herbst 2026 statt. Die Ergebnisse werden wir im Frühjahr 2027 aktualisieren.


So geht es weiter

Umweltbewusst und nachhaltig leben