Zeitumstellung

In Deutschland wird zweimal im Jahr die Zeit umgestellt. Am letzten Sonntag im März erfolgt die Zeitumstellung von Normalzeit/Winterzeit auf Sommerzeit und am letzten Sonntag im Oktober von Sommerzeit auf Normalzeit/Winterzeit. In diesem Jahr findet die Zeitumstellung auf Normalzeit/Winterzeit von Samstag auf Sonntag, den 25.10.2020 früh von 3 Uhr auf 2 Uhr statt.

Zeitumstellung

Zeitumstellung, wann ist es endlich Schluss damit?

Im März 2019 hat das Europäische Parlament mit einer großen Mehrheit für die Abschaffung der Zeitumstellung ab dem Jahr 2021 gestimmt. Aber bis zur tatsächlichen Abschaffung gibt es noch einiges zu tun: Jeder Mitgliedsstaat der Europäischen Union soll nach Willen des EU-Parlaments selbst entscheiden, ob er in zwei Jahren die dauerhafte Winter- bzw. Normalzeit oder die Sommerzeit einführt. So wäre es möglich, dass sich etwa Deutschland anders entscheidet als die Nachbarn Belgien oder Frankreich. Einen solchen "Flickenteppich verschiedener Zeitzonen" will die EU verhindern. Deshalb haben die EU-Staaten ausreichend Zeit erhalten, um ihre Pläne zu koordinieren.

Warum gibt es die Zeitumstellung?

  • Die Zeitumstellung wurde erstmals 1907 vom Briten William Willet vorgeschlagen. Die Staatsoberhäupter konnte er damals jedoch nicht von seinem Vorhaben überzeugen.
  • Eingeführt wurde die Zeitumstellung dann das erste Mal als „Sommerzeit“ am 30. April 1916 im Deutschen Reich und Österreich-Ungarn. Kurz darauf im selben Jahr auch in Großbritannien.
  • Doch wozu das Ganze? Die Erklärung ist denkbar einfach. Im Englischen nennt man die Sommerzeit auch „Daylight Saving Time“. Zu Deutsch „Tageslicht sparende Zeit“. Die Zeitspanne mit nutzbarem Tageslicht sollte vergrößert werden.
  • Endgültig wurde Sie Sommerzeit dann im Jahr 1975 von der Europäischen Gemeinschaft beschlossen. In Folge der Ölkrise von 1973 sollte Energie gespart werden, indem das Tageslicht besser genutzt wird.

Vor oder Zurück? Drei kleine Eselsbrücken für dich:

  • Im Winter werden die Nächte länger, im Sommer werden sie kürzer.
  • Im Sommer zeigt das Thermometer Plustemperaturen (Uhr wird vorgestellt), im Winter Minustemperaturen (Uhr wird zurückgestellt) an.
  • Im Sommer stellt man die Gartenmöbel vor die Tür. Im Winter stellt man sie wieder zurück.

Technikchaos: Manuelle oder automatische Uhrumstellung?

  • analoge Uhren müssen manuell umgestellt werden.
  • Smartphone und Laptops stellen die Uhrzeit automatisch um. Allerdings muss man hierzu die automatische Zeitanpassung in der Systemsteuerung des Gerätes einstellen.
  • Funkuhren stellen sich dagegen automatisch um. Achte dabei auf die Stromzufuhr und die Batterieversorgung.

Sommerzeit auf Winterzeit: Die innere Uhr

  • Jeder Mensch hat sie, jeder Mensch folgt ihr – der inneren Uhr. Ein bestimmter Rhythmus, der sich täglich wiederholt, ohne dass wir ihn bewusst wahrnehmen.
  • Es gibt auch biologische Funktionen, die diesen tagesrhythmischen Schwankungen unterworfen sind, wie beispielsweise der Blutdruck oder die Pulsfrequenz.
  • Einen besonderen Einfluss auf die innere Uhr hat primär die Sonne bzw. der Wechsel von Hell und Dunkel. Dunkelheit steuert die Melatoninausschüttung. Das sogenannte „Schlafhormon“ macht uns müde und senkt die Aktivität.
  • Der Körper muss sich auf die Veränderung des Rhythmus anpassen. Die Dauer dieser Anpassung kann von 4 bis zu 14 Tagen dauern und ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Schwerwiegende gesundheitliche Schäden konnten in Folge der Zeitumstellung jedoch nicht festgestellt werden.

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