Verhaltensregeln in Zeiten hoher Ansteckungsgefahr

Die aktuell zunehmende Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 – verursacht durch das Corona-Virus – wirft immer wieder Fragen zum richtigen Verhalten auf. Wie wird das Virus übertragen? Wie schütze ich mich und andere vor dem Virus? Was muss ich tun, wenn ich Symptome habe? Wie verhalte ich mich nach einem Auslandsaufenthalt? Antworten findest du hier.

Frau putzt sich die Nase mit einem Taschentuch
© PeopleImages/iStock

Wie wird das Virus übertragen?

Das neue Corona-Virus wird von Mensch zu Mensch übertragen. Wie bei vielen Krankheiten geht der Hauptweg über Tröpfchen, das heißt durch beispielsweise Niesen, Husten oder auch Atmen kann sich das Virus verbreiten. Es kann indirekt über die Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut und der Augenbindehaut in Kontakt kommen, weitergegeben werden. Bekannt ist auch, dass Personen sich bei Infizierten anstecken können, die nur keine, leichte oder ungewöhnliche Krankheitszeichen gezeigt hatten. (Angaben des Bundesgesundheitsministeriums)

Wie schütze ich mich und andere?

Wie auch bei anderen Grippewellen solltest du folgende Verhaltensweisen in deinen Alltag einführen:

  • Händewaschen: Wasche dir mindestens 20 Sekunden unter laufendem Wasser mit Seife deine Hände!
  • Husten und Niesen: Nur in ein Einwegtaschentuch oder in die Armbeuge! Taschentuch danach entsorgen!
  • Abstand halten: Halte einen Mindestabstand von 1,5 - 2 Metern zu anderen Menschen. Händeschütteln generell unterlassen!
  • Hände still halten: Halte deine Hände von den Schleimhäuten (Mund, Nase, Augen) fern!

Bringt Mundschutz etwas?

Nur Halbmasken mit teilweise nicht auswechselbarem Filtermaterial können vor einer Tröpfcheninfektion schützen. Laut Robert-Koch-Institut kann das Tragen einer Maske aber ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, was zur Vernachlässigung von zentralen Hygienemaßnahmen führen kann. Daher wird das Tragen des Mundschutzes in Deutschland nicht empfohlen.

Weitere Tipps:

  • Auf jegliche Reisen verzichten
  • Öffentliche Verkehrsmittel meiden
  • Kontakte auf das Notwendigste reduzieren und auf digitale Kontaktaufnahme zurückgreifen (Skype, FaceTime, etc.)
  • Menschenansammlungen meiden
  • Auf Besuche mit Kindern bei den Großeltern verzichten



  • Für Menschen über 60 Jahre: Gegen Pneumokokken impfen lassen! So kann man Erreger bekämpfen, die die Lunge angreifen. Auch die saisonale Grippeimpfung macht für die Risikogruppen noch Sinn, da man dann auch in der kommenden Grippesaison, in der das Corona-Virus noch immer kursieren wird, besonders gut geschützt ist. (Weitere Infos hier)

Fokus: Hände waschen

Krankheitserreger sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Besonders jetzt ist es umso wichtiger, sie regelmäßig zu waschen.

Immer wenn ...

  • du nach Hause kommst
  • du die Toilette benutzt hast
  • du dir die Nase geputzt, gehustet oder geniest hast
  • du essen möchtest
  • du mit Medikamenten oder Kosmetika hantierst
  • du in Kontakt mit Abfällen gekommen bist


Richtiges Händewaschen erfordert Sorgfalt! Häufig unterschätzt man die Hartnäckigkeit der Keime und Bakterien.

  1. Halte deine Hände unter fließendes Wasser.
  2. Seife sie gründlich ein – Handinnenflächen, Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und Daumen. Fingernägel nicht vergessen! Nutze Flüssigseifen, diese sind besonder in öffentlichen Waschräumen hygienischer als Seifenstücke.
  3. Gut einreiben! Wer gründlich seine Hände wäscht, wäscht 20 bis 30 Sekunden.
  4. Die Hände unter fließendem Wasser abspülen. Verwende deinen Ellenbogen oder ein Einweghandtuch, um den Wasserhahn in öffentlichen Toiletten zu schließen.
  5. Gründlich abtrocknen. Einmalhandtücher eignen sich am besten. Zuhause sollte jeder ein eigenes Handtuch benutzen. Weitere Infos zum Händewaschen findest du hier.
Arzt und Patientin im Krankenhaus
© auremar/AdobeStock

Ich habe Symptome – Was tun?

Erst einmal Ruhe bewahren! Ein Schniefen oder Kratzen im Hals muss nicht gleich eine Infektion bedeuten. Auf keinen Fall solltest du direkt zum nächsten Arzt oder Krankenhaus gehen! Dort wartest du im Zweifel länger, da es viele Notfälle gibt und wenn du noch nicht erkrankt bist, wirst du es spätestens dann sein, da du mit vielen Erkrankten in Kontakt kommen wirst.

Stattdessen:

  • Setze dich mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung
  • Kontaktiere einen Arzt oder die 116117
  • Bleibe zu Hause!

Online-Fragebogen bei Symptomen

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat einen Online-Fragebogen veröffentlicht, mit dem du innerhalb weniger Minuten spezifische Handlungsempfehlungen und Ansprechpartner erhälst. Dir werden Fragen zu aktuellen Symptomen, letzten Reisen und Kontakten gestellt. Wichtig: Diese Anwendung erbringt keine diagnostischen Leistungen. Der Fragebogen hilft dir bei deiner Entscheidung, ob der Arztbesuch oder ein Coronavirus-Test wirklich nötig ist. Hier geht's zum Online-Fragebogen

Die Symptome des Corona-Virus

Häufig:

  • trockener Husten
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Abgeschlagenheit
  • Atemprobleme


Oft auch:

  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Schüttelfrost

Ich war im Ausland – Wie soll ich mich verhalten?

Wenn du in einem vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet warst oder in Regionen, in denen es bereits Krankheitsfälle gibt, solltest du wenn möglich alle Kontakte unbedingt vermeiden und zu Hause bleiben. Entwickeln sich innerhalb von 14 Tagen die oben genannten Symptome, konsultiere, nach telefonischer Anmeldung, einen Arzt.

Hinweis:

Die hier aufgeführten Ratschläge und Erläuterungen dienen ausschließlich der Information und ersetzen in keinem Fall die Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch einen approbierten Arzt. Die zur Verfügung gestellten Inhalte dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen, der Dosierung von Medikamenten oder der Ermittlung von Behandlungsansätzen genutzt werden. Für etwaige Gesundheitsschäden, die aufgrund eines solchen Fehlverhaltens entstehen können, wird keine Haftung übernommen.