Eheschließung – Wissenswertes über eine standesamtliche Hochzeit/Trauung

Sich das Ja-Wort zugeben, ist ein ganz besonderer Moment. Damit dieser aber auch genossen werden kann, und sich keine Fragen im Kopf tummeln, informieren wir euch hier mit allem Wissenswerten rund um die Eheschließung.

Hochzeit
© manifeesto/iStock

Bei welchem Standesamt kann die standesamtliche Trauung angemeldet werden?

Das richtige Standesamt ist immer das, in dessen Zuständigkeitsbereich ihr lebt, also euren Wohnsitz habt. Wohnt ihr in zwei verschiedenen Städten könnt ihr euch aussuchen, bei welchem Standesamt ihr heiraten wollt. Im Idealfall führt ihr die Anmeldung gemeinsam durch. Sollte einer von euch verhindert sein, kann auch ein Partner alleine mit einer Vollmacht des Anderen die Eheschließung anmelden.


Welche Unterlagen werden bei der Anmeldung benötigt?

Für die Anmeldung der Eheschließung benötigt ihr..

  • gültigen Personalausweis
  • Geburtsurkunde
  • Meldebestätigung
  • rechtskräftiges Scheidungsurteil sofern einer oder beide schon einmal verheiratet waren
  • Pass aus dem die Staatsbürgerschaft hervorgeht
  • Geburtsurkunde
  • Melde- bzw. Aufenthaltsbestätigung
  • rechtskräftiges Scheidungsurteil sofern einer oder beide schon einmal verheiratet waren
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Nachweis bezüglich des gemeinsamen Sorgerechts
  • Urkunde über Vaterschaftsanerkennung
Ausländische Dokumente müssen zuerst beglaubigt werden. Da einige Behörden aufgesucht werden müssen, sollte genügend Vorlaufzeit eingeplant werden.

Ab wann kann man sich für den Wunschtermin anmelden?

Eine Anmeldung ist frühestens 6 Monate vor dem gewünschten Termin möglich. Habt ihr ein Wunschdatum, ist es ratsam, die Heirat früh anzumelden, da besonders Termine im Sommer und am Wochenende heiß begehrt sind.


Was kostet standesamtliches Heiraten?

Anders als die kirchliche Trauung ist das Heiraten auf dem Standesamt nicht kostenlos. Die Preise variieren je nach Stadt.

Münster und Dortmund sind mit 65 und 61 € die beiden teuersten Städte zum Heiraten.

Im Durchschnitt verlangen die meisten Standesämter jedoch zwischen 40 und 50 €.

Im Schnitt sieht die Kostenverteilung wie folgt aus:


Wie lange dauert die Zeremonie?

Bei der standesamtlichen Trauung handelt es sich um eine eher schlichte und kurze Zeremonie. Wünscht ihr euch, dass alles etwas festlicher abläuft, könnt ihr euch natürlich auch um Dekorationen, Trauzeugen, Fotografen und Gäste kümmern.

Im Schnitt dauert die Trauung 15 bis 20 Minuten. Trauungen außerhalb der Öffnungszeiten oder außerhalb des Standesamtes sind auf 30 bis 40 Minuten angesetzt.

Dauer

Wie läuft die Trauung ab?

  1. Begrüßung durch den Standesbeamten
  2. Prüfung der Personalien
  3. Ansprache des Standesbeamten
  4. Bestätigung der alles entscheidenden Frage mit dem “Ja-Wort”
  5. Tausch der Ringe + obligatorischer Brautkuss
  6. Verlesung des Ehebucheintrags
  7. Besiegelung der Ehe durch die Unterschrift des Paares, des Standesbeamten und, wenn vorhanden, der Trauzeugen

Wusstet ihr schon, …

… dass der Mann immer links von der Frau im Standesamt sitzt?

… dass Trauzeugen seit 1998 nicht mehr verpflichtend notwendig sind?

… dass eine standesamtliche Trauung im Freien möglich ist?


Was muss bei einer Trauung im Freien beachtet werden?

Gegen eine offizielle Eheschließung im Freien spricht grundsätzlich nichts. Jedoch müssen bei einer Hochzeit im Freien einige Dinge beachtet werden, wie beispielsweise die Frage nach der Parkplatzsituation oder der Stromversorgung. Des Weitern ist es immer nützlich einen Plan B zu haben, da das Wetter oft nicht mitspielt.

Die Vorbereitungen für eine Trauung im Freien sind ebenfalls aufwändiger, da Kühlmöglichkeiten für Essen und Trinken, sowie Sitzmöglichkeiten für die Gäste beschaffen sind.


Welche besonderen Orte gibt es für eine Trauung?

Neben dem Trauraum des Standesamt bieten viele Standesämter zu ausgewählten Terminen auch romantische oder ausgefallene Orte wie ein Schloss, Leuchtturm, Aquarium oder einen nahegelegenen Strand an. Kostenfrei ist diese Option jedoch nicht. Die meisten Standesämter berechnen für eine Trauung im an ausgefallenen Orten eine Pauschale von circa 250 €.

Auch hier gilt: Informiert euch bei eurem Wunsch-Standesamt, um alles über Anmeldefristen und spezifische Regelungen zu erfahren. Folgende Punkte müssen aber immer erfüllt sein:

  • Ort muss innerhalb des Bezirks des jeweiligen Standesamtes liegen
  • Der Standesbeamte muss während der Trauung das Hausrecht besitzen (Zeremonien im eigenen Garten sind also nicht möglich)
  • Es muss ein geeignetes Trauzimmer in der Nähe sein, um bei schlechtem Wetter ausweichen zu können

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