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Rund um das Thema Gesundheit in Deutschland

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Notrufnummern in Deutschland

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Unter der Notfall-Nummer 116117 erreichst du bundesweit den ärztlichen Bereitschaftsdienst.
Hier erfährst du auch den Standort der nächsten Bereitschaftsdienstpraxis, die du selbst aufsuchen kannst.

Eine junge Ärztin berät eine Patientin.
© bnenin/AdobeStock

Giftnotrufnummern

Im Falle einer Vergiftung oder eines Verdachts auf eine Vergiftung solltest du am besten direkt die zuständige Giftnotrufzentrale kontaktieren. Mach dabei möglichst viele Angaben zur betroffenen Person und nenne die Telefonnummer, unter der du erreichbar bist, falls die Giftnotrufstelle noch weitere Fragen hat. Wir haben für dich eine Checkliste für den Anruf.

Giftnotruf der Charité Universitätsmedizin Berlin
Campus Benjamin Franklin, Haus VIII (Wirtschaftsgebäude), UG

Notruf: 030 192 40
Telefax: 030 450 569 901 (Keine Notfall-Anfragen!)
E-Mail: giftnotruf@charite.de
Internetadresse: Giftnotruf Berlin
Hindenburgdamm 30
12203 Berlin
Bonn: Informationszentrale gegen Vergiftungen
Informationszentrale gegen Vergiftungen
Zentrum für Kinderheilkunde, Universitätsklinikum Bonn

Notruf: 0228 192 40
Telefax: 0228 287 332 78 oder 0228 287 333 14
E-Mail: gizbn@ukbonn.de
Internetadresse: Informationszentrale gegen Vergiftungen
Venusberg-Campus 1 Geb. 30 "ELKI"
53127 Bonn
Erfurt: Giftinformationszentrum
Giftnotruf Erfurt
Gemeinsames Giftinformationszentrum der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
c/o HELIOS Klinikum Erfurt

Notruf: 0361 730 730
Telefax: 0361 730 7317
E-Mail: ggiz@ggiz-erfurt.de
Internetadresse: Giftinformationszentrum
Nordhäuser Straße 74
99089 Erfurt
Freiburg: Vergiftungs-Informations-Zentrale
Vergiftungs-Informations-Zentrale
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Freiburg

Notruf: 0761 192 40
Telefax: 0761 270 445 70
E-Mail: Giftinfo@uniklinik-freiburg.de
Internetadresse: Vergiftungs-Informations-Zentrale
Mathildenstr. 1
79106 Freiburg
Göttingen: Giftinformationszentrum-Nord
Giftinformationszentrum-Nord der Länder Bremen,
Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein (GIZ-Nord)
Universitätsmedizin Göttingen - Georg-August-Universität

Notruf: 0551 192 40 (Jedermann) und 383 180 (Fachleute)
Telefax: 0551 383 1881
E-Mail: Giznord@giz-nord.de
Internetadresse: Giftinformationszentrum-Nord
Robert-Koch-Straße 40
37075 Göttingen
Mainz: Giftinformationszentrum Rheinland-Pfalz/Hessen
Giftinformationszentrum der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen
- Klinische Toxikologie -
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Notruf: 06131 192 40
Infoline: 06131 232 466
Telefax: 06131 232 468 (nicht für Notfälle!)
E-Mail: mail@giftinfo.uni-mainz.de (nicht für Notfälle!)
Internetadresse: Giftinformationszentrum Rheinland-Pfalz/Hessen
Gebäude 601
Langenbeckstraße 1
55131 Mainz
München: Giftnotruf
Giftnotruf München
Abteilung für Klinische Toxikologische und Giftnotruf München,
Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München

Notruf: 089 192 40
Telefax: 089 414 047 89
E-Mail: tox@mri.tum.de
Internetauftritt: Giftnotruf
Ismaninger Straße 22
81675 München
  • Alter, Geschlecht und Gewicht
  • Wann wurde die giftige Substanz eingenommen?
  • Welche giftige Substanz wurde eingenommen?
  • Wie wurde die giftige Substanz aufgenommen, z.B. durch Schlucken oder durch Einatmen?
  • Welche Menge der giftigen Substanz wurde eingenommen, eingeatmet oder ist auf die Haut gelangt?
  • Wo hat sich die betroffene Person vergiftet?
  • Welche Maßnahmen haben die Helfenden bisher ergriffen?
  • Treten bereits Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder Schmerzen auf?

Weitere Notrufnummern

Im Falle eines Unfalls oder anderen Notfalls kannst du in Deutschland immer auch die allgemeinen Notrufnummern 110 (Polizei) oder 112 (Feuerwehr und Rettungsdienste) verwenden.

Damit Rettungsdienste schnell helfen können, sind klare und konkrete Angaben wichtig. Hier eine Übersicht über die 5 W-Fragen, die du bei einem Notruf beantworten musst:

  • Wo ist der Unfall passiert?
  • Was ist bei dem Unfall passiert?
  • Wie viele verletzte Personen gibt es?
  • Welche Verletzungen haben die Personen?
  • Warten falls die Rettungsstelle Rückfragen hat.

Die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen im Überblick

Notruf alarmieren: 110 und 112

  • Eigenes Fahrzeug in ca. 20 Meter Entfernung abstellen und Motor ausschalten. Auf Landstraßen 100 Meter Abstand und auf Schnellstraßen 150 bis 200 Meter Abstand zur Unfallstelle lassen.
  • Warnblinker am Fahrzeug einschalten.
  • Warndreieck ca. 100 Meter vor der Unfallstelle aufstellen. Bei Bergkuppen und Kurven wird das Warndreieck vor der Kurve oder der Bergkuppe aufgestellt.
  • Sind weitere Fahrzeuge in den Verkehrsunfall verwickelt, bei diesen Fahrzeugen die Motoren abstellen.
  • Brände sofort mit einem Feuerlöscher löschen.
  • Wenn möglich, sollten unverletzte Personen oder Helfende vor Ort den Verkehr in beiden Richtungen warnen.

Vorgehensweise

  • Verletzte Personen von Gurten befreien.
  • Ist die verletzte Person bewusstlos, diese an der Hüfte packen und bis zur Sitzkante ziehen, am Knie anpacken und mit dem Rücken zur Fahrzeugtür drehen.
  • Verletzte Person mittels des Rettungsgriffs anfassen und aus dem Fahrzeug herausziehen, von der Gefahrenstelle wegbringen und mit einer Decke zudecken.
  • Bewusstlose Personen in die stabile Seitenlage bringen.
  • Kommt es bei verletzten Personen zu Atem- oder Herzstillstand, muss sofort mit einer Herz-Lungen-Massage begonnen werden, bis die verletzte Person wieder atmet oder bis der Rettungsdienst eintrifft.

Schutz vor Ersticken

Die stabile Seitenlage wird bei verletzten Personen angewendet, die selbstständig atmen, aber bewusstlos sind oder eine Bewusstseinstrübung haben. Durch die stabile Seitenlage wird verhindert, dass Blut oder Erbrochenes in die Atemwege betroffener Personen gelangen.

Vorgehensweise

  • Zunächst kniet man seitlich neben die verletzte Person.
  • Dann streckt man die Beine der verletzten Person aus.
  • Derjenige Arm, an dessen Seite man kniet, wird angewinkelt und nach oben gelegt, wobei die Handinnenfläche nach oben zeigt.
  • Den entfernten Arm auf der anderen Körperseite am Handgelenk anfassen und den Arm vor der Brust des Verletzten kreuzen, wobei die Hand die Wange der betroffenen Person berührt. Diese Hand nicht loslassen.
  • Nun fasst man auf der gegenüberliegenden Seite der verletzten Person das Bein am Oberschenkel und beugt es. Dann zieht man die Person zu sich herüber.
  • Das obere Bein muss so liegen, dass der Oberschenkel rechtwinklig zur Hüfte liegt.
  • Um die Atemwege freizuhalten, wird der Hals der verletzten Person überstreckt. Dafür wird der Kopf am Kinn angefasst und leicht nach oben gerichtet.
  • Die Hand, die man an die Wange der verletzten Person legte, wird nun so gelegt, dass der Hals in dieser Position bleibt.
  • Schutzhandschuhe sind Pflicht
    Wenn man eine blutende Wunde bei einer Person versorgen muss, sind Schutzhandschuhe Pflicht, damit die Wunde nicht unabsichtlich infiziert wird.
  • Pflaster
    Bei kleinen Verletzungen (z.B. ein kleiner Schnitt in den Finger) reicht es aus, die Wunde zu säubern und ein Pflaster aufzulegen.
  • Tiefere Wunden
    Dunkles und stetig sickerndes Blut ist ein Zeichen dafür, dass es sich um eine tiefere Wunde handelt, die mit einem Druckverband gestoppt und nach der Erstversorgung ärztlich behandelt werden muss.
  • Druckverband
    Für den Druckverband eine sterile Kompresse leicht auf die Wunde drücken und mit einem Verbandtuch verbinden.
  • Verletzung der großen Aterien
    Rettungsdienst rufen! 112
  • Kopf erhöht lagern
    Betroffene Personen müssen hingelegt werden, wobei der Kopf etwas niedriger als der Rest des Körpers liegen sollte. So kann ausreichend Sauerstoff ins Gehirn gelangen.
  • Gliedmaßen
    Starke Blutung an Arm oder Bein: betreffendes Gliedmaß hochhalten, so wird der Druck verringert.
  • Der Blutung entgegenwirken
    Fest mit sterilen Kompressen, sauberen Tüchern oder mit der Hand auf die blutende Wunde drücken, bis der Rettungsdienst eintrifft.
  • Druckverband anlegen
    Achte auf sterile Materialien.
  • Falls das nicht reicht...
    Sollte es durch den Verband bluten, erneut auf die Wunde drücken und einen weiteren Verband über den bisherigen Verband anlegen.

Gelenkverletzungen erkennt man an Schwellungen der betroffenen Partie sowie an eingeschränkter Beweglichkeit, starken Schmerzen und abweichender Lage des betroffenen Gliedmaßes.

Versorgung einer Gelenkverletzung

  • Ausgekugelte Gelenke sowie verrenkte Gelenke dürfen nur ärztlich behandelt werden.
  • Kühl und Ruhig halten
  • Der betroffene Bereich darf nicht belastet werden und muss ruhig gestellt sowie gekühlt werden.
  • Rettungsdienst rufen! 112
  • Stabile Seitenlage: Kommt es bei der betroffenen Person zusätzlich zum Knochenbruch oder zu einer Gelenkverletzung zur Bewusstlosigkeit, muss man die betroffene Person in die stabile Seitenlage bringen.

Versorgung eines Knochenbruchs

  • Bewegungen vermeiden: Bei einem Bruch die betroffene Person beruhigen und nicht unnötig bewegen.
  • Wundversorgung: Offene Brüche umgehend mit sterilen Kompressen und Verbandstuch abdecken.
  • Ruhigstellen: Mit Tasche, Decke oder ähnlich weichen Gegenständen den Bruchbereich ruhigstellen.
  • Rettungsdienst rufen! 112
  • Warm halten: Die betroffene Person mit einer Decke zudecken.

Atem- und Herzstillstand

Bei Stillstand von Atmung und Herzschlag muss man an der betroffenen Person eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen. Diese Maßnahme kann Herzschlag und Atmung wieder aktivieren.

Herzmassage

  • Betroffene Person muss flach auf einer festen Unterlage oder einem festem Boden liegen.
  • Neben der betroffenen Person auf Brusthöhe knien.
  • Kleidung, die den Brustbereich bedeckt, muss entfernt werden.
  • Die Herzmassage wird auf dem Druckpunkt ausgeführt. Dieser befindet sich auf der unteren Hälfte des Brustbeins.
  • Um den Druckpunkt zu finden, tastet man mit dem Finger von der untersten Rippe bis zur Körpermitte. Etwa 5-7 cm oberhalb des unteren Endes des Brustbeins ist der Druckpunkt.
  • Wenn man den Druckpunkt gefunden hat, sollte man ihn mit einem Stift oder ähnlichem markieren, damit man ihn schnell wiederfindet.
  • Ein Handballen wird auf den Druckpunkt gelegt und die andere Hand wird über Kreuz oder parallel auf die erste Hand aufgelegt.
  • Arme senkrecht strecken und den Brustkorb rund 4-5 cm eindrücken (dies gilt bei der Herz-Massage für Erwachsene).
  • Die Dauer von Druck und Entlastung sollte gleich sein. Hierbei sollte folgende Reihenfolge eingehalten werden: 30-mal drücken und 2-mal beatmen.
  • Dies sollte man solange wiederholen, bis die betroffene Person wieder zu Bewusstsein kommt bzw. bis der Rettungsdienst eintrifft.

Beatmung über die Nase

  • Die Beatmung sollte, wenn möglich, über die Nase der betroffenen Person erfolgen.
  • Auf Schulterhöhe neben der betroffenen Person knien.
  • Den Kopf der betroffenen Person nach hinten neigen und dabei das Kinn anheben.
  • Mit dem Daumen zwischen Unterkiefer und Unterlippe drücken, damit sich der Mund der betroffenen Person schließt.
  • Nun muss man normal einatmen, dann die Nase der betroffenen Person mit dem Mund umschließen und langsam die Luft in die Nase der betroffenen Person blasen, so dass sich deren Brustkorb hebt.
  • Anschließend den eigenen Kopf von der betroffenen Person wegdrehen, einatmen und dabei darauf achten, dass sich der Brustkorb der betroffenen Person inzwischen wieder senkt.
  • Die Beatmung durchführen, bis das Herz der betroffenen Person wieder schlägt bzw. sie wieder selbst atmen kann oder, wenn dieser Fall nicht eintritt, solange mit der Herz-Massage und der Beatmung fortfahren, bis der Rettungsdienst eintrifft.
  • Setzt bei der betroffenen Person zwischenzeitlich die Atmung wieder ein, muss man sie in die stabile Seitenlage legen.

Mund-zu-Mund-Beatmung

  • Wenn nicht über die Nase beatmet werden kann, wird eine Mund-zu-Mund-Beatmung durchgeführt.
  • Auf Schulterhöhe neben der betroffenen Person knien.
  • Den Kopf der betroffenen Person nach hinten neigen und dabei das Kinn anheben.
  • Mit einer Hand die Nasenflügel der betroffenen Person an den weichen Stellen zusammenhalten.
  • Den Mund der betroffenen Person öffnen.
  • Selbst einatmen und dann den Mund auf den Mund der betroffenen Person legen und innerhalb von einer Sekunde gleichmäßig die Luft in den Mund der betroffenen Person blasen. Dabei muss sich dann deren Brustkorb sichtbar anheben.
  • Anschließend den eigenen Kopf von der betroffenen Person wegdrehen, einatmen und dabei darauf achten, dass sich der Brustkorb der betroffenen Person inzwischen wieder senkt.
  • Erneut die betroffene Person beatmen.
  • Bleibt die betroffene Person bewusstlos, stetig den Vorgang von Druckmassage und Beatmung wiederholen, bis der Rettungsdienst eintrifft.
  • Setzt bei der betroffenen Person zwischenzeitlich die Atmung wieder ein, muss man sie in die stabile Seitenlage legen.

Eine Unterkühlung wird in der Medizin auch als Hypothermie bezeichnet. Die Unterkühlung entsteht dann, wenn die Kerntemperatur des Körpers durch sehr niedrige Außentemperaturen, bedingt zum Beispiel durch nasse Kleidung oder einen Sturz in kaltes Wasser, stark herabgesenkt wird.

Symptome bei Unterkühlung

  • Müdigkeit bis hin zur Bewusstlosigkeit.
  • Langsamkeit: Atmung und Herzfrequenz der betroffenen Person werden langsamer.
  • Niedrige Temperatur: Es kommt zu einem starken Absinken der Körpertemperatur bei der betroffenen Person.
  • Versteifung: Die Beine und Arme der Betroffenen werden steif.

Maßnahmen bei Unterkühlung

  • Aufwärmen: Betroffene Person muss aus dem kalten Bereich möglichst in einen Raum mit Zimmertemperatur gebracht werden.
  • Frische Kleidung: Eventuell nasse Kleidung der betroffenen Person ausziehen und diese mit Decken einhüllen.
  • Still liegen: Die betroffene Person hinlegen und nicht mehr bewegen.
  • Massieren: Arme und Beine der betroffenen Person dürfen nicht massiert werden.
  • Warme Getränke: Der betroffenen Person warme, alkoholfreie Getränke wie Tee oder Kakao verabreichen.
  • Überwachung der Lebenszeichen: Stetige Kontrolle der Lebenszeichen (Atmung und Puls) der betroffenen Person.
  • Stabile Seitenlage: Bei Bewusstlosigkeit muss die betroffene Person in die stabile Seitenlage gelegt werden. Mit Decken werden Ober- und Unterkörper der betroffenen Person zugedeckt.
  • Rettungsdienst rufen!: 112
    Bei Aussetzen von Atmung und Herzschlag der betroffenen Person den Rettungsdienst rufen und mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen. Kommt die betroffene Person vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes wieder zu Bewusstsein, legt man sie in die stabile Seitenlage und deckt ihren Ober- und Unterkörper mit warmen Decken zu.

Verbrennungen an der Haut entstehen durch übermäßige Hitzeeinwirkung. Hierbei unterscheidet die Medizin zwischen Verbrennungen ersten, zweiten und dritten Grades. Lies hier, wie du den Grad einer Verbrennung erkennen kannst und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen notwendig sind.

Verbrennungen ersten und zweiten Grades

Symptome

  • Leichte bis schwere Hautrötung.
  • Starker brennender Schmerz an der betroffenen Hautpartie.
  • Eventuell entstehen Schwellungen an der betroffenen Stelle.
  • Schwere Rötung und Blasenbildung auf der betroffenen Hautpartie sowie Nässen der verbrannten oder verbrühten Stelle.

Maßnahmen

  • Kleidungsstücke, die nicht auf der betroffenen Stelle haften, entfernen.
  • Mit fließendem, kaltem Wasser die betroffene Stelle mindestens 15 Minuten kühlen.
  • Betroffene Stellen, die keine Blasenbildung aufweisen, an der Luft heilen lassen, mit speziellen Gels eincremen und nicht mit einem Verband oder Pflaster abdecken.

Verbrennungen dritten Grades

Symptome

  • Die Haut ist trocken und sieht ledrig aus.
  • Die betroffene Hautpartie ist weißbräunlich bis bräunlich verfärbt und schmerzunempfindlich.
  • Rund um die betroffene Stelle treten starke Schmerzen auf.

Maßnahmen

  • Da eine Schockgefahr für die betroffene Person besteht, sofort den Rettungsdienst rufen und stetig während des folgenden Vorgangs die Lebenszeichen der betroffenen Person prüfen.
  • Wenn die betroffene Person Kleider trägt, die brennen, die Flammen am Körper von oben nach unten mit einer Decke löschen.
  • Bei schweren Verbrennungen darf die Kleidung nicht entfernt werden, da die Kleidung in die Haut eingebrannt sein kann und durch das Entfernen zusätzliche Wunden bzw. Verletzungen entstehen können.
  • Kleidung, die nicht auf der Haut haftet, entfernen.
  • Mindestens 15 Minuten lang die betroffenen Stellen mit kaltem Wasser kühlen (nicht mit Eiswürfeln!), bis ein Nachlassen des Schmerzes spürbar wird.
  • Anschließend die verbrannte bzw. verbrühte Körperstelle mit einem Metalline-Brandtuch bedecken. Dabei die metalline Seite auf die Verbrennung bzw. Verbrühung auflegen. Mit einer Mullbinde oder einem Dreieckstuch muss dann das Brandtuch auf der verletzten Haut fixiert werden.

Ein Stromschlag kann, je nach Intensität der elektrischen Spannung, zur Schädigung der Nerven und zu Folgeschäden, wie zum Beispiel zu Knochenbrüchen, führen. Lies hier, wie du Erste Hilfe bei Personen, die einen Stromschlag erleiden, leisten kannst.

Symptome bei einem Stromschlag

  • Verkrampfung: Kommt es zu einer Stromeinwirkung, verkrampfen die Muskelpartien der betroffenen Person.
  • Verbrennungen: Verbrennungen entstehen an denjenigen Körperstellen, wo der Strom ein- und austritt.
  • Bewusstlosigkeit: Ein Stromschlag kann zu Bewusstlosigkeit und Herz-Kreislauf-Stillstand bei der betroffenen Person führen.

Maßnahmen nach einem Stromschlag

  • Erste Hilfe - nur durch Rettungskräfte!
    Kommt es an einer Hochspannungsleitung oder ähnlichem zu einem Stromschlag, dürfen Erste-Hilfe-Maßnahmen nur von Rettungsfachkräften durchgeführt werden.
  • Stecker raus!
    Eventuelle Stecker herausziehen sowie Sicherung oder Gerät ausschalten. Dadurch kann man verhindern, dass man selbst einen Stromschlag bekommt, wenn man der betroffenen Person helfen will.
  • Steriles Verbandmaterial
    Brandverletzungen müssen mit sterilen Tüchern bzw. Kompressen bedeckt werden.
  • Wiederbelebung
    Kommt es zu einem Herz-Kreislaufstillstand, muss eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt werden.

Sonnenstich oder Hitzschlag entstehen durch eine direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf und den Nackenbereich über einen längeren Zeitraum. Dies führt zu einer Schwellung der Hirnhaut. Lies hier, wie du Betroffenen helfen kannst, wenn diese einen Sonnenstich oder einen Hitzschlag erleiden.

Symptome eines Sonnenstichs

  • Die Gesichtshaut der betroffenen Person ist stark gerötet.
  • Betroffene verspüren Übelkeit und Schwindel bis hin zum Erbrechen.
  • In Einzelfällen können Betroffene bewusstlos werden.

Maßnahmen bei Sonnenstich

  • Notruf rufen! 112
  • Die betroffene Person muss in den Schatten gebracht werden. Dort muss sie flach liegen und der Kopf wird ein bisschen erhöht gelagert und gekühlt.
  • Ist die betroffene Person bewusstlos, muss sie in die stabile Seitenlage gelegt werden und bei Herz-Kreislaufstillstand muss eine Wiederbelebung durchgeführt werden.

Symptome bei Hitzschlag

  • Die Körpertemperatur der betroffenen Person steigt auf über 40 Grad Celsius an.
  • Die betroffene Person leidet unter Krämpfen.
  • Ein akuter Wassermangel verhindert, dass die betroffene Person schwitzen kann.
  • Betroffene leiden unter einer Bewusstseinstrübung, die auf die Umgebung wirken kann oder Müdigkeit zur Folge hat.

Maßnahmen bei Hitzschlag

  • Rettungsdienst rufen! 112
  • Die betroffene Person muss in den Schatten gebracht werden. Dort muss sie flach liegen und der Kopf wird ein bisschen erhöht gelagert und mit Umschlägen gekühlt.
  • Trägt die betroffene Person warme Kleidung, muss diese entfernt werden.
  • Arme und Beine der betroffenen Person müssen mit Wasser gekühlt werden.

Ein Schock ist die Folge einer verminderten Blutzirkulation in den kleinen Blutgefäßen. Dadurch kommt es zu einer Sauerstoffunterversorgung des Gewebes und zu Stoffwechselstörungen. Lies hier, wie du Betroffenen bei einem Schock Erste Hilfe leisten kannst.

Symptome bei einem Schock

  • Auffällige Unruhe oder Gleichgültigkeit.
  • Sehr blasse, kalte und feuchte Haut.
  • Schlecht zu fühlender, aber schneller Pulsschlag.
  • Zittern der Muskeln.

Maßnahmen bei einem Schock

  • Rettungsdienst rufen! 112
  • Bei blutenden Wunden der betroffenen Person den Blutfluss sofort stillen.
  • Eventuelle Wunden der betroffenen Person versorgen.
  • Enge Kleidung der betroffenen Person öffnen.
  • Dide verletzte Person mit einer Decke zudecken und, falls man in geschlossenen Räumen ist, die Fenster öffnen.
  • Die betroffene Person dazu bringen, dass sie regelmäßig ein- und ausatmet.

Der Schlaganfall wird auch als Gehirnschlag, als Apoplex oder als Insult bezeichnet. Hierbei kommt es zu einem anhaltenden Ausfall von Funktionen des zentralen Nervensystems. Verursacht wird ein Schlaganfall durch eine Störung der Blutversorgung des Gehirns.

Symptome eines Schlaganfalls

  • Lähmung ( Einseitige Lähmungserscheinungen an Armen und Beinen. Gesichtslähmung mit Mundwinkeln, die herunterhängen, und einem geschlossenen Augenlid.)
  • Sprachstörungen
  • Beschwerden beim Schlucken
  • Bewusstlosigkeit sowie Kreislaufstörungen
  • Hoher Blutdruck

Maßnahmen bei einem Schlaganfall

  • Rettungsdienst rufen! 112
  • Lebenszeichen kontrollieren: Prüfen der Atmung und Ansprechen der betroffenen Person. Gesichtslähmung mit Mundwinkeln, die herunterhängen, und einem geschlossenen Augenlid.
  • Erhöht lagern: Ist die betroffene Person nicht bewusstlos, den Oberkörper erhöht lagern.
  • Polstern: Arme und Beine mit Lähmungserscheinungen gut polstern und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bei der betroffenen Person bleiben.
  • Stabile Seitenlage: Bei Bewusstlosigkeit der betroffenen Person, diese in die stabile Seitenlage bringen.
  • Wenn nötig, Herz-Lungen-Massage: Kommt es zu einem Herz- oder Atemstillstand, muss eine Herz-Lungen-Massage durchgeführt werden, bis die Atmung bei der betroffenen Person wieder einsetzt oder bis der Rettungsdienst eintrifft.

Der Herzinfarkt ist auch bekannt unter den Bezeichnungen Herzanfall oder Myokardinfarkt. Ursache für einen Herzinfarkt ist eine Durchblutungsstörung im Herzmuskel, bei der Gewebe des Herzmuskels abstirbt.

Symptome eines Herzinfarktes

  • Starke Schmerzen: Hinter dem Brustbein, die in den linken Arm, in die Schulter und in den oberen Bereich des Bauches strahlen.
  • Blässe und Schweiß: Gesicht der betroffenen Person hat eine blass-graue Farbe und die betroffene Person schwitzt stark im Gesicht.
  • Blutdruck niedrig: Blutdruck ist niedrig bis hin zum Herz-Kreislauf-Stillstand.
  • Übelkeit und Erbrechen

Maßnahmen bei einem Herzinfarkt

  • Notruf absetzen! 112
  • Ansprechen: Die Atmung der betroffenen Person prüfen und diese ansprechen.
  • Oberkörper erhöhen: Ist die betroffene Person nicht bewusstlos, den Oberkörper erhöht auf einem Kissen oder einer Decke lagern, Oberbekleidung (Hemd, Jacke etc.) der betroffenen Person öffnen.
  • Kontakt zur betroffenen Person: durch Ansprache beruhigen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Stillstand von Atmung und Herz

  • Herz-Lungen-Massage: Ist die betroffene Person bewusstlos bzw. wird ein Stillstand von Atmung und Herz festgestellt, muss man bis zum Eintreffen des Rettungsdienst eine Herz-Lungen-Massage durchführen.
  • Stabile Seitenlage: Setzt bei der betroffenen Person zwischenzeitlich die Atmung wieder ein, muss man sie in die stabile Seitenlage legen.

Bewusstlosigkeit kann auftreten, wenn man Verletzungen am Kopf erleidet oder wenn Gehirn und Herz-Kreislaufsystem nicht genügend mit Sauerstoff versorgt werden.

Symptome bei Bewusstlosigkeit

  • Die betroffene Person reagiert nicht auf Ansprache oder Berührung.

Maßnahmen bei Bewusstlosigkeit

  • Prüfen der Atmung
    Senkt und hebt sich der Brustkorb?
    Hört man mit dem Ohr an Mund und Nase der betroffenen Person Atemgeräusche?
    Die Wange an den Mund und die Nase halten und fühlen, ob ein Luftstrom vorhanden ist.
  • Wenn die betroffene Person nicht atmet
    Kann man keine Atmung feststellen, muss man sofort den Rettungsdienst rufen.
    Es muss eine Herz-Lungen-Massage durchgeführt werden, denn die aussetzende Atmung bei einer bewusstlosen Person ist ein Hinweis auf einen Kreislaufstillstand.
  • Wenn die betroffene Person atmet
    Die betroffene Person in die stabile Seitenlage bringen.
  • Rettungsdienst rufen!
    Bis der Rettungsdienst eintrifft, muss ständig die Atmung weiter überprüft werden.

Eine Erstickung droht zum Beispiel durch einen Insektenstich im Hals-Rachenbereich oder bei Unfällen von Personen in Gewässern oder Schwimmbädern.

Symptome bei Erstickungsgefahr

  • Husten
    Die betroffene Person leidet an Hustenreiz und pfeifendem Atem.
  • Atemnot
    Bei der betroffenen Person kann es auch zu Atemnot kommen.

Maßnahme bei Erstickungsgefahr

  • Rettungsdienst rufen! 112
  • Nach vorne beugen
    Die betroffene Person muss nach vorne gebeugt werden, um ihr dann mit der flachen Hand zwischen die Schulterblätter zu schlagen, damit sie husten kann.
  • Herzdruckmassage
    Kommt es zu einem Atemstillstand, muss eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt werden.

Erstickungsgefahr bei Insektenstich

  • Kühlen
    Der betroffenen Person Eiswürfel bzw. Speiseeis verabreichen. Das bremst Schwellungen im Mund-, Hals- und Rachenbereich.
  • Wiederbelebung
    Bei Bedarf muss man eine Wiederbelebung durchführen.
  • Kalte Umschläge
    Kalte Umschläge um den Hals der betroffenen Person legen.

Erstickungsgefahr durch Ertrinken

  • Rettungsdienst rufen! 112
  • Wiederbelebung
    Bei Atemstillstand die betroffene Person mit Herzdruckmassage wiederbeleben.
  • Stabile Seitenlage
    Kommt die betroffene Person zu sich, bevor der Rettungsdienst eintrifft, legt man die betroffene Person in die stabile Seitenlage.

Rettungsgriff

Rautek-Rettungsgriff

Der Rettungsgriff, der auch nach seinem Erfinder Franz Rautek Rautek-Handgriff, Rautek-Rettungsgriff oder Rautekgriff genannt wird, ermöglicht durch die Schwerpunktlage, dass Helfende auch Menschen aus einem Gefahrenbereich retten können, die schwerer als die Helfenden sind.

Personenrettung aus Gefahrenbereichen

  • Kopf abstützen
    Wenn die betroffene Person auf dem Rücken liegt, kniet man hinter ihrem Kopf und greift mit beiden Händen unter den Nacken- und Schulterbereich. Mit den Unterarmen stützt man dabei den Kopf der betroffenen Person ab.
  • Aufsetzen
    Nun den Oberkörper der betroffenen Person mit dem nötigen Schwung aufrichten, so dass die betroffene Person in eine sitzende Position kommt.
  • Abstützen
    An die betroffene Person heranrücken und mit den Beinen den Rücken der betroffenen Person abstützen.
  • Stabilisieren
    Einen Unterarm der betroffenen Person vor deren Bauch legen und mit beiden Armen unter den Achseln der betroffenen Person durchgreifen. Dabei den Unterarm der betroffenen Person, den man vor dessen Bauch gelegt hat, mit beiden Händen von oben umfassen.
  • Aufrichten
    Die Füße stellt man nun an den Rücken der betroffenen Person, um diese abzustützen und richtet sich selbst langsam auf. Dabei hält man die betroffene Person fest und zieht sie ein Stück hoch und dann aus dem Gefahrenbereich. Hierbei sollte man die betroffene Person auf dem eigenen Oberschenkel stützen, um das Gewicht auszugleichen.

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Naturheilmittel

Bei Erkältungskrankheiten

  • Gliederschmerzen sind erste Anzeichen einer Erkältung. Ein Heilbad mit Menthol und Eukalyptus kann dir helfen, die Erkältung schnell in die Schranken zu weisen.
  • Kräutertees mit Holunder- oder Lindenblüten wirken besonders heilsam. Die Blüten sind für ihre fiebersenkenden Eigenschaften bekannt.
  • Einfaches Hausmittel gegen eine verstopfte Nase: Wasser mit Salz und Kamillenblüten aufkochen und den Dampf durch die Nase tief inhalieren.
Eine erkältete Frau putzt sich die Nase.
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Für eine gesunde Verdauung

  • Warme Kirschkernkissen und heiße Kräutertees entspannen den Magen und beschleunigen die Heilung.
  • Heilerde eignet sich aufgrund ihrer bindenden Wirkung sehr gut zur Behandlung von akuten Durchfallbeschwerden.
  • Frisch zubereiteter Ingwer-Tee wirkt entzündungshemmend und kann bei einer Magen-Darm-Infektion gegen Übelkeit helfen.
Ein älterer Mann trinkt eine Tasse Tee.
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Bei Stress und Unruhe

  • Baldrianbäder wirken beruhigend und erholsam. Eine große Auswahl an Baldrianbädern findest du in der Apotheke.
  • Johanniskraut kann helfen Schlafstörungen, gemüthafte Verstimmungen und innere Unruhe zu lindern.
  • Aus Bachblüten gewonnene "Rescue-Tropfen" bieten eine tolle Alternative, um den Symptomen von Stress und Anspannung entgegenzuwirken.
Eine junge Frau erholt sich in einem Spa.
© NDABCREATIVITY/AdobeStock

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Hinweis
Die hier aufgeführten Ratschläge und Erläuterungen dienen ausschließlich der Information und ersetzen in keinem Fall die Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch einen approbierten Arzt. Die zur Verfügung gestellten Inhalte dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen, der Dosierung von Medikamenten oder der Ermittlung von Behandlungsansätzen genutzt werden. Für etwaige Gesundheitsschäden, die aufgrund eines solchen Fehlverhaltens entstehen können, wird keine Haftung übernommen.