Nachbarschaftshilfe – Zusammenhalt im Ausnahmezustand

Unser Alltag wird durch die Pandemie weiterhin eingeschränkt und alltägliche Aufgaben sind mit einem Risiko verbunden. Besonders Gruppen wie noch nicht geimpfte ältere oder kranke Menschen sowie Menschen in Quarantäne sind auf die Hilfsbereitschaft Anderer angewiesen. Alles was du über Nachbarschaftshilfe wissen musst und wie auch Du aktiv werden kannst, erfährst du hier.

Volle Einkaufstüte hängt an Türklinke
© Maren Winter/AdobeStock

In aller Kürze

  • Menschen ohne Impfung oder in Quarantäne sind auf Hilfe angewiesen!

  • Zusammenhalt und Rücksicht sind wichtiger denn je!

  • Zahlreiche Plattformen bieten dir die Möglichkeit Hilfe anzubieten.

Solidarität in der Nachbarschaft

Trotz fortschreitender Impfungen gibt es immer noch viele Menschen, die Hilfe brauchen: Ältere Menschen, Schwangere oder Menschen mit Vorerkrankungen, die noch nicht geimpft werden konnten sowie Erkrankte, die in Quarantäne sind. Um sich selbst zu schützen, sollen sie nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und den Kontakt zu anderen Menschen auf das Notwendigste beschränken. Diese Menschen sind auf Unterstützung angewiesen, denn oft können gefährdete Menschen ihre Besorgungen in Supermärkten, Drogerien und Apotheken nicht selbst erledigen.

Die #Nachbarschaftschallenge geht also weiter. In den Sozialen Medien bieten immer mehr junge Menschen anderen Mitbürger:innen ihre Hilfe an. In Krisenzeiten, so heißt es, muss man zusammenhalten und Rücksicht nehmen. Wer in Deutschland aufgrund der Coronakrise nicht arbeiten kann, hat die Möglichkeit sich zu engagieren.


Illustration mit Aufruf zur Blutspende

Kennst du deine _lutgruppe?


Erst wenn’s fehlt, fällt’s auf! Die Versorgung mit Blutspenden kann für kranke und verletzte Menschen lebenswichtig sein. In Deutschland werden täglich 15.000 Blutspenden der Gruppen A, B, AB und 0 benötigt! Hilf auch du, diese Lücke zu schließen.


Werde aktiv!

Du bist gefragt! Sicherlich kennst du den eine oder die andere, die Hilfe benötigen könnten. Auf folgenden Plattformen kannst du dich melden und deine Unterstützung anbieten:

Quarantäne Held:innen

Ob Unterstützung bei Einkäufen, Botengängen oder Gassigehen – Auf dem Portal von Quarantäne Held:innen finden sich Helfer:innen und Menschen, die Hilfe benötigen.

WirHelfen

WirHelfen ist deine zentrale Anlaufstelle für das Hilfsangebot in Deutschland. Hier kann man einfach und schnell Hilfe anbieten und finden!


Gemeinsam gegen Corona!

Dieses digitale Schwarzes Brett für Unternehmen und Regionen hilft bei der schnellen und unkomplizierten Koordination von Hilfsangeboten in Städten, Regionen und Quartieren.

Banner, gemeinsam gegen Corona

Weitere Möglichkeiten, zu helfen!

Es gibt zahlreiche Facebook-Gruppen, in die du eintreten kannst. Auch FOCUS Online ruft zur Nachbarschaftshilfe auf. Wenn du Mitglied einer Organisation bist, die Menschen unterstützt oder deine Hilfe anbieten möchtest, schreibe an deutschland-hilft-sich@focus.de und werde Teil von #CoronaCare!

Du kannst aber auch unsere ersten Schritte befolgen, um Hilfebedürftigen in deiner Umgebung zu helfen:

  • Hilf lokal und nur, wenn du gesund bist!
  • Erkundige dich nach deinen Nachbar:innen. Kontaktiere ältere, hilfsbedürftige oder kranke Menschen.
  • Beschränke die Hilfe auf wenige Personen, um eine Verbreitung der Krankheit zu vermeiden.
  • Du kannst beispielsweise Hilfe anbieten, um:
    • mit dem Hund Gassi zu gehen
    • Einkäufe zu erledigen
    • Medikamente aus der Apotheke zu besorgen
    • Online-Einkäufe zu tätigen oder deinem Nachbarn zu erklären, wie es funktioniert
    • bei älteren Menschen und körperlich eingeschränkten Personen: das Haus oder die Wohnung auf Vordermann zu bringen
    • Mahlzeiten vorbeizubringen
  • In deiner Umgebung nach einer Organisation Ausschau halten und mitmachen.
  • Aushänge mit Hilfsangeboten machen. Auf diese Weise kannst du Hilfe anbieten oder selbst nach Unterstützung fragen.
  • Rufe Menschen an, die in Quarantäne sind. Sie freuen sich über Kontakt und du kannst ihnen die Angst nehmen.

Und Kinderbetreuung?

Aufgrund der zugespitzten Situation wird in einigen Städten darauf hingewiesen, dass Eltern ihre Kinder selbst zu Hause betreuen und auf eine Kinderbetreuung verzichten sollen. Nicht geeignet für die Betreuung von Kindern sind während der Pandemie selbst gebildete, private Betreuungsgruppen und Großeltern, außer nach vollständiger Impfung. Informiere dich hier, wie du den Alltag deines Kindes abwechslungsreich gestalten kannst.

Hygienehinweise

  • Stelle Einkäufe nach Möglichkeit vor der Wohnungstür ab.
  • Halte einen Mindestabstand von 1,5 bis 2 Meter zu anderen Personen.
  • Und natürlich: Regelmäßig und sorgfältig Hände waschen und desinfizieren.
  • Lies jetzt nach, welche sonstigen Verhaltensregeln du beachten solltest, um die Ansteckungsgefahr für dich und Andere zu verringern!