Ratgeber Schwangerschaft

meinestadt.de unterstützt dich bei der Hebammen-, Frauenarzt- und Krankenhaussuche. Informiere dich über die Entwicklung deines Babys im Schwangerschaftskalender und finde Tipps zu Themen wie Mutterpass und Mutterschutz, Elterngeld sowie den anfallenden Vorsorgeuntersuchungen.

Ist COVID-19 für Schwangere gefährlich?

Viele Schwangere fragen sich, wie gefährlich das Coronavirus für das ungeborene Kind ist. Derzeit geht die WHO aufgrund der vorliegenden Daten aus China davon aus, dass Schwangere kein erhöhtes Risiko haben zu erkranken und COVID-19 nicht auf das Kind im Mutterleib übertragbar ist. Auch in der Muttermilch konnten bisher keine Nachweise von SARS-CoV-2 gefunden werden. Aufgrund des engen Kontakts zum Neugeborenen ist eine Tröpfcheninfektion möglich. Bitte informiere dich in der Schwangerschaft und Stillzeit regelmäßig über neue Erkenntnisse beim Robert-Koch-Institut und verhalte dich vorsichtig.

Quelle: RKI

Können Vorsorgeuntersuchungen wie gewohnt stattfinden?

Besprich mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt das weitere Vorgehen bei den Vorsorgeuntersuchungen. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, sofern die Hygieneregeln eingehalten werden. Besteht allerdings ein Verdacht auf eine Infektion oder befindest du dich in Quarantäne, solltest du die Vorsorgeuntersuchungen entsprechend verschieben. Das geschieht selbstverständlich in enger Absprache mit deiner Ärztin oder Hebamme. Ist die Untersuchung dringend erforderlich oder machst du dir Sorgen, wird die Behandlung selbstverständlich ermöglicht. Solltest du Wehen bekommen, während du in Quarantäne bist, melde dich zuerst telefonisch bei deiner Ärztin/Hebamme oder in der Entbindungsstation.

Quelle: BvF

Schwangerschaftskalender

  • Ab dem Tag, an dem normalerweise die Periode beginnt, zeigt ein Schwangerschaftstest erstmals ein positives Ergebnis an.
  • Jetzt heißt es: kein Alkohol und keine Zigaretten mehr.
  • Ebenfalls sollte man vor der Einnahme von Medikamenten mit einem Arzt sprechen.
  • Gerechnet wird vom ersten Tag der letzten Regel, wenn man per Test feststellt, dass man schwanger ist, ist man dies also bereits seit vier Wochen.
  • In der 6. Schwangerschaftswoche sollte der erste Arztbesuch erfolgen.
  • Ab der 7. Woche ist der Herzschlag bereits im Ultraschall sichtbar.
  • Die erste Vorsorgeuntersuchung steht an.
  • Der Mutterpass wird angelegt und erste Laborbefunde eingetragen.
  • Ab der 9. Woche steht die erste große Ultraschalluntersuchung an, hier wird überprüft, ob ein Embryo zu erkennen ist, ob die Größe zum errechneten Geburtstermin passt, das Herz schlägt und eventuell Mehrlinge zu erwarten sind.
  • In der Zeit entwickelt sich das Gehör des Babys.
  • Ab der 10. Woche sind weitere Untersuchungen möglich: Chorionzotten-Biopsie, Nackenfaltentransparenz.
  • Am Ende dieser Zeit wiegt das Baby rund 40g, die Augen waren bis zum jetzigen Zeitpunkt geschlossen und werden nun bis zum 6. Monat von den Lidern bedeckt.
  • Die üblichen Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Müdigkeit und häufiger Harndrang lassen nach.
  • Ab der 15. Woche können eine Amniozentese und ein Triple-Test durchgeführt werden.
  • Dem Baby wachsen nun Haare und Nägel.
  • Der Embyro wiegt jetzt circa 110g.
  • Solltest du berufstätig sein, ist es von Vorteil, den Arbeitgeber frühzeitig über deine Schwangerschaft zu informieren.
  • Der Bauch fängt an zu wachsen.
  • Ab der 18. Woche kann die zweite große Ultraschalluntersuchung vorgenommen werden. Ob es ein Junge oder Mädchen ist, kann bei dieser Untersuchung oftmals festgestellt werden.
  • Eine Fruchtwasseruntersuchung zur Untersuchung auf Chromosomenschäden ist ebenfalls jetzt möglich.
  • In der Zeit entwickelt sich das Gehör des Babys.
  • Das Baby wiegt nun rund 250g und ist circa 15cm groß.
  • Die Gebärmutter befindet sich nun auf Höhe des Bauchnabels.
  • Plätze in Geburtsvorbereitungskursen sollten jetzt gebucht werden.
  • Nachdem das Kind hören kann, kann es nun auch fühlen, etwa wenn der Bauch berührt wird.
  • Das Baby empfindet Bewegungen der Mutter als beruhigend, wenn die Mutter schläft, ist das Kind hingegen wach.
  • Die Augen sind nun wieder geöffnet, weswegen das Baby auch auf Lichtreize reagiert.
  • Das Kind hat nun einen eigenen Schlafrhythmus entwickelt.
  • In diesem Zeitraum steht die dritte Ultraschalluntersuchung an.
  • Im Falle einer Frühgeburt hätte das Baby nun gute Chancen zu überleben.
  • Das Kind legt nun kräftig an Gewicht und Größe zu: bis zu 2,5 kg und 46 cm Größe sind normal.
  • Dem Arbeitgeber sollte spätestens jetzt ein Attest über die Schwangerschaft vorgelegt werden.
  • Eine Geburtsterminbescheinigung und eine Lohn- und Gehaltsbescheinigung musst du eine Woche vor der Mutterschutzzeit bei deiner Krankenkasse einreichen – nicht früher.
  • Ab der 35. Schwangerschaftswoche beginnt der Mutterschutz, sprich die Zeit in der nicht gearbeitet werden muss bzw. darf. Dieser gilt insgesamt 14 Wochen: sechs Wochen vor der Geburt und acht danach.
  • Ab jetzt sollte feststehen, wie und wo das Kind zur Welt kommen soll – wie wäre es mit einer Kreißsaal-Besichtigung?
  • Durch die Senkwehen rutscht der Bauch wieder etwas hinunter.
  • Zu den Senkwehen können sich Vorwehen bemerkbar machen, hier hilft ein warmes Bad.
  • Das Kind kann nun jeden Tag das Licht der Welt erblicken.

Lexikon medizinischer Begriffe

Behördengänge vor der Geburt

  • Frühzeitig solltest du deinen Arbeitgeber über deine Schwangerschaft in Kenntnis setzen - nur so kann der Mutterschutz umgesetzt werden.
  • In der 34. Schwangerschaftswoche musst du eine Geburtsterminbescheinigung und eine aktuelle Gehaltsbescheinigung bei deiner Krankenkasse abgeben. Mit diesen Informationen wird das Mutterschaftsgeld während des Mutterschutzes berechnet.

Behördengänge nach der Geburt

  • Sobald dein Kind geboren ist, müssen du es mit einer Geburtsbescheinigung des Krankenhauses beim Standesamt anmelden.
  • Um Steuervorteile zu geniessen, solltest du jetzt auch dein Baby auf deiner Lohnsteuerkarte eintragen lassen - dazu suchst du einfach deine Stadtverwaltung auf.
  • Elterngeld hingegen kannst du mit dem Tag der Geburt beantragen, es wird jedoch auch rückwirkend bis maximal drei Monate gewährt. Das Elterngeld wird bis zu 14 Monate gezahlt und beziffert sich auf 67 Prozent des Nettogehalts des Antragstellers.

Wichtige Adressen

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Hinweis:

Die hier aufgeführten Ratschläge und Erläuterungen dienen ausschließlich der Information und ersetzen in keinem Fall die Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch einen approbierten Arzt. Die zur Verfügung gestellten Inhalte dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen, der Dosierung von Medikamenten oder der Ermittlung von Behandlungsansätzen genutzt werden. Für etwaige Gesundheitsschäden, die aufgrund eines solchen Fehlverhaltens entstehen können, wird keine Haftung übernommen.